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Pfarrer Robert

Mit Mitgliedern des Ausschusses für Ökumene, Eine-Welt und Partnerschaft traf sich Pfarrer Robert Bahizire Byamungu (2.v.l.) in Altenkirchen. Superintendentin Andrea Aufderheide (rechts), Ausschussmitglied Christa Hillmer (links) und Ausschussvorsitzender Pfarrer Peter Zahn erfuhren, was die Partner in Muku derzeit beschäftigt. Foto: Petra Stroh

 

Muku-Partnerschaft
stand im Fokus

Seit 37 Jahren gibt es eine Partnerschaft zwischen dem Kirchenkreis und dem Kirchenkreis Muku im Kongo. Mehr dazu:

http://www.kirchenkreis-altenkirchen.de/Partnerschaft/muku.html

 

Viele Neuigkeiten aus Muku für den Partnerkirchenkreis Altenkirchen hatte Pfarrer Robert Bahizire Byamungu bei einem Kurzbesuch nach Altenkirchen mitgebracht. Im kommenden Jahr wird der in Muku geborene Theologe, der derzeit als Austauschpfarrer im Kirchenkreis Herne wirkt, wieder in seine afrikanische Heimat zurückkehren. Dort will er sich mit seinen Sprachkenntnissen und Einblicken in die Mentalitäten beider Kirchenkreise als „Brückenbauer“ aktiv in die Partnerschaftsprojekte einbringen.

Die politische Lage in Muku macht es schwierig, sich häufiger zu besuchen.
Neben den schriftlichen Kontakten hilft derzeit der Austausch mit Kontaktpersonen um die Partnerschaft mit Leben zu erfüllen. Pfarrer Robert Bahizire Byamungu konnte bei einem Treffen mit Mitgliedern des Ausschusses für „Ökumene, Eine-Welt und Partnerschaftsarbeit“ und Superintendentin Andrea Aufderheide in Altenkirchen zu Gesamtlage der Freunde in Muku nicht viel Positives berichten. „Noch immer gibt es keinen Termin für die längst überfälligen Wahlen, die Inflationsrate steigt immens und die internationalen Konzerne, die von den Rohstoffen in Muku profitieren, bringen der Bevölkerung keinen Nutzen!“.
Von der „Internationalen Politik“ fühle man sich im Kongo vergessen, lediglich ein Interesse an den Bodenschätzen, u.a. das für die Handyproduktion gebrauchte Coltan, sei vorhanden.

Da die „Großwetterlage“ für die Menschen in dem riesigen Kirchenkreis im Osten Kongos keine Hoffnungsschimmer parat hält, setzen sie, so der Theologe beim Austausch in Altenkirchen, darauf, dass sie vor Ort ihre Lebensbedingungen verbessern können.

Dazu zähle auch, dass man das vor Jahrzehnten gemeinsam mit Experten und Freiwilligen aus dem Kreis Altenkirchen gestartete und nun in die Jahre gekommene Wasserprojekt „Manunga“ neu aufstellen will. Die Möglichkeit Wasser vor Ort zu holen, half und helfe allen Menschen, die dort leben. Gerade auch in Bürgerkriegszeiten und bei immer wieder ankommenden Flüchtlingen, für Krankenversorgung und Geburtsstation habe die Brunnenanlage wertvolle Dienste geleistet. Da der nun nötige Austausch der damals eingesetzten europäischen Bauteile sehr aufwändig und teuer sei, wolle man künftig auf afrikanische Technik und eigens dafür ausgebildete Fachleute aus Muku setzen. „So können wir das Projekt zukunftsfähig machen“, hofft Pfarrer Byamungu. Ein Modell könne auch sein, das Wasser zu verkaufen und aus dem Erlös Reserven für die Wartung der Anlagen zu bilden.
Nachhaltigkeit wolle man in Muku auch durch Photovoltaikanlagen zur Stromgewinnung anstreben.

Mit einem Kredit über 40 000 Dollar unterstützt der Kirchenkreis auch ein weiteres Zukunftsprojekt: Mugogo. Hier soll ein Lager- und Verkaufshaus gebaut und unterhalten werden. So können die teils in Gemeinschaft, aber auch von Einzelpersonen angebauten landwirtschaftlichen Produkte „frischer“ gehandelt werden und der bislang notwenige (fußläufige) Rücktransport der aktuell nicht verkauften Waren  entfalle.

„Wir sammeln auch weiterhin Spenden für ein Transportfahrzeug für den Kirchenkreis Muku“, hob Pfarrer Peter Zahn, Vorsitzender des kreisweiten Ausschusses für „Ökumene, Eine-Welt und Partnerschaftsarbeit“ hervor. Auch bei der kommenden Kreissynode im November in Altenkirchen soll die Kollekte wieder für dieses Projekt eingesetzt werden. Nur mit einem geländegängigen Fahrzeug habe die Kirchenleitung überhaupt eine Chance den Kontakt zu den weit verstreuten Gemeinden der „Poste Muku“ zu halten. Bei einer Vorjahresaktion hatte Pfarrer Zahn immerhin schon mal die „Reifen“ zusammengetrommelt. Für die anstehenden Investitionen in die Infrastruktur Mukus wollen die Altenkirchener auch bei der Suche nach Unterstützern und Fördern aktiv werden.
Pfarrer Robert Bahizire Byamungu, der auch einen Sonntagsgottesdienst in der Altenkirchener Christuskirche mit seiner Predigt bereicherte,  berichtete den heimischen Partnerschafts-Aktiven auch aus der Kirchenpolitik seiner Region. Hier stehen Versammlungen und Neuwahlen in den Führungspositionen an. PES.


 

Pfarrer Robert predigt

Im Sonntags-Gottesdienst in der Altenkirchener Christuskirche hielt Pfarrer Robert Bahizire Byamungu die Predigt. Foto: Erhard Waßmuth