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Daaden

Umringt von vielen aktuellen und bisherigen WegbegleiterInnen wurde Pfarrerin Kirsten Galla (vorne/2.v.rechts) in ihr Amt als neue Daadener Gemeindepfarrerin durch Superintendentin Andrea Aufderheide eingeführt. Vorne rechts: Kollege Steffen Sorgatz, der gemeinsam mit Pfarrerin Galla nun die Kirchengemeinde leitet. Alle Fotos: Petra Stroh

 

Daaden freut sich über
seine neue Pfarrerin

 

Einführungsgottesdienst in der Barockkirche

„Es tut uns gut als Kirche, dass Sie da sind! Sie sind eine Bereicherung für die Kirchengemeinde Daaden und den Kirchenkreis!“ Superintendentin Andrea Aufderheide freute sich bei der Amtseinführung von Pfarrerin Kirsten Galla in die erste Gemeindepfarrstelle in Daaden darüber, dass die Beharrlichkeit der 44jährigen Theologin zum Erreichen ihres Berufsziels nun Früchte trage. Pfarrerin Galla gehörte zu einer Generation von Theologiestudierenden, die man angesichts eines damaligen Pfarrerüberhangs zum Ausbildungsende nicht in den Gemeindedienst übernehmen konnte. Viele wanderten damals in andere Berufe ab – so auch Galla. Doch die gebürtige Aachenerin nutzte nach einer siebenjährigen Zeit im Sozialdienst eines Seniorenstifts in Duisburg die Chance auf „Wiedereinstieg“ in ihren Traumberuf und startete 2013 als Pfarrerin im Kirchenkreis Altenkirchen im sogenannten „MbA-Dienst“.
Dass gerade in der vielfältigen Arbeit als Gemeindepfarrerin die besonderen Stärken Gallas liegen, wurde in der vierjährigen Zeit im Kirchenkreis Altenkirchen vielen Menschen deutlich. Ob in Birnbach, wo Galla auch die Vakanz überbrücken half, oder in Wissen, wo sie über Jahre hinweg das Gemeindeleben mit prägte, bei Vertretungsgottesdiensten allerorten, bei der Organisationsleitung des Reformationsjubiläums im Kirchenkreis, in der Kircheneintrittsstelle oder an anderer Stelle kirchlichen Verkündigungsdienstes. Vielerorts hat Pfarrerin Kirsten Galla ihre Fähigkeiten eingebracht. Dass sich die Kirchengemeinde Daaden über eine solche Pfarrerin freuen kann, zeigte sich bei der Amtseinführung Gallas in Daaden.
Insbesondere beim anschließenden Festakt im Gemeindehaus ließen die bisherigen Weggefährten ihrer Begeisterung freien Lauf und mahnten die Daadener, gut mit ihrer neuen Pfarrerin umzugehen: „Sonst holen wir sie wieder zurück!“.

Die Daadener – auch dies wurde in den Grußworten aus der Kirchengemeinde, dem kommunalen Umfeld und den Gemeinschaften deutlich – haben bereits erste Begegnungen und Gemeinsames mit ihrer neuen Pfarrerin genossen – und freuen sich über die Wiederbesetzung  nach rund zehnmonatiger Vakanz.

Dem fröhlichen Beisammensein im Gemeindehaus, bei dem die neue Gemeindepfarrerin mit vielen guten Wünschen und vielen originellen Geschenken bedacht wurde, ging der Festgottesdienst zu ihrer Einführung in der Barockkirche voraus.
Durch den Gottesdienst führten das neue „Pfarrer-Team“ Kirsten Galla und Steffen Sorgatz, Superintendentin Andrea Aufderheide nahm die offizielle Einführung vor (sie fand im großen Kreis von vielen Pfarrer-KollegInnen und Daadener PresbyterInnen und Mitarbeitenden vor der versammelten Gemeinde statt). Musikalisch wirkten Organist Stefan Heidrich – er leitete auch den erweiterten Chor „Klangschmiede“, der mit Liedbeiträgen aus dem kürzlich von ihm geschaffenen Musicals zum Jubiläumsjahr erfreute – und ein „vereinter Posaunenchor“ (Leitung: Werner Künkler) aus dem Daadetal mit.

In ihrer Festpredigt über Lukas 18, 28-30,  griff Pfarrerin Galla die Schwerpunkte „Aufbruch und Veränderung“ auf. Sie nahm die Rolle Petrus’ in den Blick und gönnte sich dazu drei Perspektiven. Sah zum einen den selbstgefälligen „Siegertypen“, aber auch einen fragenden und zweifelnden Petrus und einen Petrus, der staunend ein „Stück Himmel“ erspürt. Ausgehend von deren jeweiligen  Charaktereigenschaften schlug sie einen Bogen ins Leben eines jeden Christenmenschen und mahnte, dass es auch angesichts vieler Struktur- und Finanzfragen zuvorderst darum gehe, den Menschen zu erzählen, wie großzügig und liebevoll Gott sei und „dass wir alle von ihm geliebt und willkommen geheißen werden!“.

Gabi Henrich und Hella Waldow von der Kirchengemeinde Daaden, die schon vielerlei biblische Botschaften mit Egli-Figuren den Menschen näher gebracht haben, hatten für den Einführungsgottesdienst auch den „dreifachen Petrus“  anschaulich präsentiert und setzten damit den Predigtinhalten noch ein optisches Moment hinzu.

Kirsten Galla

Nicht nur viele wertschätzende Worte, sondern auch eine Reihe von Geschenken hatten die Festgäste in Daaden für die neue Gemeindepfarrerin parat.

Vor dem Gottesdienst in Daaden

Vor einem eindrucksvollen Gottesdienst: Aufstellen zum Einzug in die Daadener Barockkirche

3 mal Petrus

Drei Mal war Petrus als Egli-Figur in der Daadener Kirche beim Einführungsgottesdienst präsent. Drei verschiedene "Blicke" auf Petrus warf Predigerin Kirsten Galla in ihrer Predigt zu Lukas 18, 28-30.

 

Pfarrerin Kirsten Galla

Im August trat Pfarrerin Kirsten Galla ihre neue Stelle in der Kirchengemeinde Daaden an. An Pfingsten wurde die 44jährige Theologin in die erste Pfarrerstelle der Gemeinde (100%)  gewählt und bildet nun gemeinsam mit Pfarrer Steffen Sorgatz das Pfarrer-Team in der neuen Stadt Daaden.
Die erste Daadener Pfarrstelle war seit Ende Oktober vergangenen Jahres vakant, weil Pfarrer Michael Seim in seine Heimat Wuppertal zurückkehrte. Nun wurde Pfarrerin Galla  in einem Gottesdienst in der Daadener Kirche durch Superintendentin Andrea Aufderheide in ihr neues Amt eingeführt.

Pfarrerin Galla ist im Kirchenkreis nicht unbekannt. Seit Sommer 2013 wirkt die Theologin hier an verschiedenen Stellen, und so hatte auch die Kirchengemeinde Daaden bereits mehrfach Gelegenheit, sie bei Gottesdienst-Vertretungen u.a. kennenzulernen. Bis auf Hamm hat Pfarrerin Galla in den vier Jahren im Kirchenkreis in allen anderen 15 Gemeinden Gottesdienste gehalten.
Haupteinsatzbereich Kirsten Gallas waren über die vier Jahre die Entlastung der stellvertretenden Superintendenten  in ihren Gemeinden (hier insbesondere in der Kirchengemeinde Wissen, aber auch in Birnbach) und vielfältige weitere Aufgaben im Kirchenkreis, u.a. in der Kircheneintrittsstelle.

Seit zwei Jahren ist Pfarrerin Galla die Verantwortliche für die Aktivitäten im Kirchenkreis rund um das Reformations- und Kirchenkreisjubiläum.

Geboren und aufgewachsen ist die Theologin in Aachen. Die Mitarbeit im Kindergottesdienst und in der Kinder- und Jugendarbeit ihrer Heimatgemeinde weckten bei ihr das Interesse am Theologiestudium.
Nach dem Studium (in Bonn und Marburg) wurde Galla Vikarin in der Kirchengemeinde Traben-Trarbach-Wolf (Mosel), anschließend nahm sie ihren Dienst als Pfarrerin zur Anstellung in der Kirchengemeinde Konz-Karthaus (nahe Trier) auf. Da es nach Ende ihrer Ausbildung keine Anstellungsmöglichkeit im Pfarrdienst gab, arbeitete die Theologin vor ihrer Tätigkeit im Kirchenkreis im Sozialen Dienst eines Altenheimes in Duisburg. Gruppenangebote für die Bewohner, Organisatorisches, aber auch Sterbebegleitung gehörten hier zu ihren Aufgaben.
In ihrer Freizeit erfreut Kirsten Galla sich an Büchern und Musik, spielt gerne Gesellschaftsspiele und mag Square Dance. PES.