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Schulreferat

des Evangelischen Kirchenkreises Altenkirchen

Der Kirchenkreis unterhält ein Schulreferat, das sich der Zusammenarbeit mit den Schulen widmet, die Fortbildung der Religionslehrer organisiert, Medien zur Verfügung stellt und vieles mehr

NEU IM SCHULREFERAT: ZAHLREICHE MEDIEN ÜBER FRIEDRICH WILHELM RAIFFEISEN

 

AKTUELLE FORTBILDUNGSANGEBOTE:

 

 

Friedrich Wilhelm Raiffeisen:  Christ – Reformer – Visionär


Impulsvortrag zum 200. Geburtstag des Genossenschaftsgründers

Mitte des 19. Jahrhunderts tritt in einigen verarmten Dörfern der heutigen Landkreise Altenkirchen und Neuwied ein Mann auf, dessen Lebenswerk bis dato weiterwirkt: Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818-1888) hat im Rückgriff auf den Genossenschaftsgedanken („alle für einen und einer für alle“) eine Vision des Wirtschaftens entwickelt, die nicht profit-, sondern gemeinwohlorientiert ist. Den Missernten der Jahre 1845/46 begegnet der engagierte Bürgermeister durch die Gründung des „Weyerbuscher Brodvereins“. Völlig verarmte Kleinbauern erhielten Saatgut und Setzkartoffeln, wurden mit dieser Hilfe zur Selbsthilfe aktiviert und konnten über ein System der Kleinkredite und Stundungen ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen. Auch die weiteren Lebensstationen Raiffeisens stehen ganz im Zeichen der Genossenschaftsidee: Der „Flammersfelder Hülfsverein“ ermöglichte durch das Prinzip der Solidarhaftung die Anschaffung von Vieh zu fairen Zinsen und verbesserte langsam aber sicher die Lage vieler Landwirte. Auch der „Heddesdorfer Wohltätigkeitsverein“ und der „Darlehnskassen-Verein“ waren primär Kreditgeber für „unbemittelte Landleute“.
Prof. Dr. Dr. Michael Klein wird uns in seinem Impulsvortrag vor Augen führen, welche Rolle die christliche Überzeugung Raiffeisens als reale Utopie in seinem Wirken spielte. Spannend und hochaktuell sind hier Zusammenhänge, die der Sozialreformer schon vor 150 Jahren geltend machte: die Sozialverpflichtung von Besitz und Kapital, der Zusammenhang von Sozialethik und Bildungsauftrag, die Sicht eines ungehemmten Kapitalismus als Folge einer fortschreitenden „Entchristlichung wohlhabender Volksklassen“. Eine Mediensammlung zum Thema für den Unterricht stellt das Schulreferat zur Verfügung.

Zielgruppe: KollegInnen der Fächer Religion, Ethik, Geschichte
und Interessierte aller Schulformen
Leitung: Tilmann Raithelhuber und Martin Autschbach
Referent: Prof. Dr. Dr. Michael Klein, Pfarrer in Hamm an der Sieg
Termin: Mo., 4.6.2018 im Gemeindehaus der Ev. Marktkirchengemeinde Neuwied, Engerser Straße 34, Beginn um 20:00 Uhr
EFWI-Nr.: 18 ES 2200 14

 

„Der Mensch Raiffeisen - erlesen aus Briefen, Tagebüchern und Notizen“

Theatralische Lesung zur Biografie des Sozialreformers

Anlässlich seines 200. Geburtstages bietet uns die Autorin und Theaterwissenschaftlerin Sonja Hauertmann einen ganz besonderen Zugang zu Friedrich Wilhelm Raiffeisen: Sie schlüpft in einer theatralischen Lesung in das Gewand und die Persönlichkeit der ältesten Tochter des Sozialreformers. Amalie Raiffeisen war eine couragierte Frau, die ihrem Vater schon als Jugendliche aktiv zur Seite stand und über seinen Tod hinaus eine Stütze des frühen Genossenschaftswesens war. Aus ihrer Sicht und mithilfe vieler „O-Töne“ aus Briefen, Tagebüchern und Notizen entsteht ein sehr lebendiges Bild der biografischen Situation des Genossenschaftsgründers, seiner Familie und der Alltagsverhältnisse in den verarmten Dörfern unserer Region mitten im 19. Jahrhundert. Sonja Hauertmann beschreibt Friedrich Wilhelm Raiffeisen wie folgt: „Als unscheinbares 7. Kind in einer kleinbäuerlichen Familie im Westerwald geboren, entwickelt er seine eigene Vorstellung einer Genossenschaft, die das Ziel hat, Hilfe zur Selbsthilfe zu sein. Mit seiner Idee können heute weltweit Menschen so wirtschaften, dass ihnen ein würdevolles Leben möglich wird. So erhob die UNESCO diese Idee auch ins „Immaterielle Weltkulturerbe.“
Zielgruppe: KollegInnen der Fächer Religion, Ethik, Geschichte und Interessierte aller Schulformen
         
Leitung: Tilmann Raithelhuber und Werner Zupp
Referentin:  Sonja Hauertmann, Dozentin und Autorin
Termin:  Mo., 11.6. 2018 im Gemeindehaus der Ev. Marktkirchengemeinde Neuwied, Engerser Straße 34, Beginn um 20 Uhr
EFWI-Nr.: 18 ES 2200 16


Sonja Hauertmann hat auch ein Bilderbuch für Kinder im Grundschulalter verfasst. Es heißt: Benno und Friedrich Wilhelm Raiffeisen, eine kindgerechte Biografie des Genossenschaftsgründers und Einführung in die Idee des Genossenschaftswesens.

                              
 

Die Bibel neu entdecken


Große, interaktive Bibelausstellung in Neuwied

Bildergebnis für LutherbibelEine große interaktive Ausstellung zur Bibel wird vom 18. Februar bis zum 11. März in den Räumen des Gemeindehauses an der Marktkirche zu sehen sein. Unter dem Thema „Die Bibel neu entdecken“ eröffnet die Ausstellung mit ihren verschiedenen Stationen einen ungewohnten und überraschenden Blick auf die Bibel. Durch Hören und Lesen, Gestalten und Klicken, Rätseln und Austauschen sollen Besucherinnen und Besucher ins Nachdenken über das Buch der Bücher gebracht werden. Die Ausstellung weitet auch den Blick auf die Bibel in anderen Ländern und Sprachen und ist in drei Themenbereiche unterteilt. Im ersten Themenbereich geht es um Martin Luther und die Bibel. Neben interessanten Informationen zum Leben des Reformators werden an einer Audiostation zentrale Bibeltexte in Lutherdeutsch vorgelesen und mithilfe eines Siebdrucks können sich Besucher im Siebdruckverfahren selbst einen Bibelvers drucken. Der zweite Themenbereich der Ausstellung hat das Thema „Die Bibel im Alltag“. Mithilfe einer Umfrage können Besucher hier u.a. selbst Auskunft darüber geben, was die Bibel für sie bedeutet. An verschiedenen Stationen geben Tablets Informationen darüber, in welchen Medien die Bibel zur Verfügung steht. Der dritte Themenbereich widmet sich schließlich dem Thema der weltweiten Verbreitung der Bibel. Auf einem großen Weltwürfel gibt es u.a. Informationen über die Länder, in denen die Bibel verbreitet ist.
Höhepunkt der Ausstellung ist ein nachgebautes Nomadenzelt aus der Zeit des Volkes Israel. In der Zeit der Ausstellung soll es zum Ort des Erzählens und Hörens auf biblische Geschichten werden. Die Ausstellung wird am Sonntag, 18. Februar um 10:00 Uhr mit einem Gottesdienst eröffnet. Schulklassen aller Schularten sind eingeladen, die Ausstellung an den Vormittagen zu besichtigen.
Zielgruppe: Lehrkräfte der Fächer ev. und kath. Religionslehre mit ihren Lerngruppen ab der Grundschule bis zur Sek I der weiterführenden Schulen
Referent: Pfarrer Werner Jung
Termin: So., 18.2.2018, feierliche Eröffnung der Ausstellung um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in der Marktkirche in Neuwied, Pfarrer-Werner-Mörchen-Str. 1
Anmeldung: beim Gemeindeamt der Marktkirche, Neuwied,
(Tel.: 02631 23282) oder per E-Mail (gemeindeamt@marktkirche.de)
EFWI-Nr.: 18 ES 2200 16
 


Josef, das Glückskind

Kreative Unterrichtsbausteine zu einem klassischen Thema

https://www.bibelwissenschaft.de/fileadmin/buh_bibelmodul/media/wibi/image/sw_WILAT_Josef_02.jpgDie Josefsgeschichte ist eine alttestamentliche Novelle, in der Unglaubliches geschieht: Ein junger Mann wird von seinen Brüdern in die Sklaverei verkauft, weil er besonders begabt ist und als unliebsamer Konkurrent um die Liebe des Vaters und das Familienerbe aus dem Weg geräumt werden soll. Dass Josef in Ägypten zu großem Einfluss gelangt und seiner Familie in einer Zeit extremer Hungersnot die Migration ins Kulturland ermöglicht, ahnt noch niemand. Aber all das entspricht dem Plan eines fürsorglichen Gottes, der im Hintergrund des Geschehens seine Hand über die Familie Jakob-Israels hält, denn: Aus ihr wird einmal das Volk Gottes erwachsen.
Ute Marx-Schierhorn ist bekannt für ihre kreativen Zugänge zu biblischen Geschichten. Uns erwartet ein Erzählzelt, ein Wandbilderbuch, die szenische Umsetzung der Josef-Träume, ein Nomadenlager und natürlich ein ausführlicher Reader zur eigenen Unterrichtsgestaltung und Umsetzung der vielen Ideen. Die Einheit lässt eine Differenzierung in vielen Elementen zu und ist deshalb nicht nur im 1.-2. Schuljahr, sondern durchaus auch im 3.-4. Schuljahr ebenso wie in Förderschulklassen umsetzbar.

Zielgruppe: KollegInnen der Grundschule und der Förderschule
Leitung: Bettina Flug, Schulleiterin und Martin Autschbach
Referentin:  Ute Marx-Schierhorn
Termin: Di., 06.03.2018 in der Grundschule Biersdorf, Friedhofstraße 6, 15 Uhr - 17:30 Uhr
EFWI-Nr.: 18 ES 2200 05

 

 „Sie können sich zu allen unseren Veranstaltungen schriftlich, telefonisch oder per
E-Mail anmelden. Falls Sie sich direkt beim EFWI online anmelden: Senden Sie bitte grundsätzlich auch eine E-Mail zur Info direkt an uns!!! Herzlichen Dank!

 

 

 

Und morgen mit DIR im Paradies“

 Biblische Hoffnungsbilder als Vertrauensbrücken angesichts von Sterben und Tod

Bildergebnis für Labyrinth chatresAlle Menschen verhalten sich zu ihrer eigenen Sterblichkeit. Religiöse und philosophische Sinnangebote stehen dafür zur Verfügung, manchmal aber auch den Empfindungen und Gedanken der Menschen von heute im Wege. Wieder andere verzichten in diesem Zusammenhang gänzlich auf ein Bekenntnis und geben sich pragmatisch: „Es kommt wie es kommt.“
Die Hoffnungsbilder der Bibel haben Jahrtausende überdauert – tröstend und hilfreich, manchmal auch verstörend. Unsere ökumenische Fortbildung möchte die Tiefe und Botschaft dieser Hoffnungsbilder erschließen – für uns persönlich wie auch im Blick auf unterrichtliches Handeln. Unsere herzliche Einladung richtet sich nicht nur an Religionslehrerinnen und Religionslehrer, sondern auch an Haupt- und Ehrenamtliche aus der Jugendarbeit und Seelsorge.
Dr. Gunther Fleischer ist als Leiter der Bibel- und Liturgieschule des Erzbistums Köln sowohl mit den biblisch-exegetischen Zugängen zum Thema vertraut, als auch mit „Glaubens- und Lebenswegen“, die sich im gottesdienstlichen Handeln widerspiegeln.

Zielgruppe: Religionslehrerinnen und -lehrer, PastoralreferentInnen und Mitarbeiter aus der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit
Leitung: Paul-Reiner Krieger und Martin Autschbach
Referent: Dr. Gunther Fleischer, Leiter der Bibel- und Liturgieschule
des Erzbistums Köln
Termin: Mi., 16.5.2018 im Pfarrheim Kreuzerhöhung, Wissen
Auf der Rahm, 14:30 – 17:30 Uhr
EFWI-Nr.: 18 ES 2200 12

 

Jüdisches Leben in Geschichte und Gegenwart


Exkursion zu den SCHUM-Städten Worms und Speyer
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Längsschnitt des Jüdischen Ritualbades, errichtet um 1120 in Speyer

 Zu einer fächerübergreifenden Fortbildung laden wir Sie in der letzten Ferienwoche ein. Es geht in einer zweitägigen Exkursion nach Worms und Speyer. Ausgewiesene Expertinnen und Experten werden uns vor Ort jüdisches Leben in Geschichte und Gegenwart entdecken lassen. Wir beginnen am 31. Juli in Worms, fahren am Nachmittag gemeinsam weiter nach Speyer, wo wir übernachten. Am 1. August geht die Entdeckungsreise weiter.
Die SCHUM-Städte liegen in einem geographischen Radius, der sich auch für Klassen- und Kursfahrten anbietet. Aus der Fortbildung heraus werden Anregungen für die thematische Arbeit mit Schülerinnen und Schülern entwickelt.
Genauere Angaben zu Programm, An- und Abfahrt sowie den Kosten erfolgen ab März auf Anfrage oder sind der Homepage des Ev. Schulreferats Koblenz zu entnehmen.

Zielgruppe: Lehrkräfte der Fächer katholische und evangelische Religionslehre sowie Ethik und Geschichte
Leitung: Lisa Kupczik und Dr. Anja Angela Diesel
Referentinnen:      Gerda Koch, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Deutscher Koordinierungsrat e.V.
Dr. Susanne Urban, Geschäftsführerin SCHUM-Städte e.V.
Referent: Hans Berkessel, StD i. R., Pädagoge und Historiker, Mainz
Termin: Di., 31.7.2018, 10 Uhr bis Mi., 1.8.2018, ca. 19:00 Uhr , Beginn in Worms (Angabe des Treffpunkts erfolgt noch)
Übernachtung: Bischöfliches Priesterseminar St. German, Am Germansberg 60 in Speyer
EFWI-Nr.: 18 ES 3300 15
Das Wort SCHUM ist ein Akronym aus den hebräischen Anfangsbuchstaben der mittelalterlichen, auf die lateinische Sprache zurückgehenden Namen der drei Städte: Schin für Schpira (Speyer), Waw für Warmaisa (Worms) und Mem  für Magenza (Mainz).
 


Pfarrer Theodor Maas: Opfer des NS-Terrors


Neue Erkenntnisse zu Leben und Wirken eines Altenkirchener Pfarrers zwischen 1933 und 1945

C:\Users\autschbach\Desktop\Theodor Maas\Familie Maas Bilder\Pfr Maas 2.jpgAn Pfarrer Theodor Maas erinnern in Altenkirchen äußerlich nur eine Familiengrabstätte auf dem Waldfriedhof und eine kleine Gedenktafel am Eingang der Christuskirche. Wer allerdings seine noch heute lebenden Konfirmandinnen und Konfirmanden aus den 30er Jahren befragt, weckt spannende und bis heute berührende Erinnerungen. Das liegt zum einen daran, dass Pfarrer Maas ein überaus beliebter Seelsorger war. Zum anderen hat sich bei den damals jugendlichen Gemeindegliedern eingeprägt, wie dieser Pfarrer von örtlichen Nazis systematisch schikaniert wurde. Dies lag daran, dass er jüdische Vorfahren besaß und zur Bekennenden Kirche gehörte. Seine persönliche Form des Widerstandes erfolgte weniger durch spektakuläre Taten oder Worte. Es war seine zähe Sorgfalt und unbeirrbare Beständigkeit, in der er aller Gleichschaltung zum Trotz eine Gegenwelt zur vorherrschenden Naziideologie organisierte. Pfarrer Maas hielt z.B. evangelischen Religionsunterricht in wechselnden Privatwohnungen ab, nachdem dieser in den örtlichen Volksschulen unterbunden wurde. Viele neue Erkenntnisse werden Gegenstand eines Referats mit Aussprache sein, auch Details der Auseinandersetzung mit einem intriganten Amtsbruder und die bis heute beschwiegenen Umstände seines plötzlichen Todes in der Nacht vom zweiten auf den dritten März 1943.

Zielgruppe: Religionslehrerinnen und –lehrer der Sek I und II,
Gemeindeglieder und Mitglieder des Presbyteriums Altenkirchen,
an der (Lokal-)Geschichte Interessierte
Leitung: Gudrun Weber-Gerhards
Referent: Martin Autschbach
Termin: Mo., 19.3.2018 im Forum der Ev. Kirchengemeinde Altenkirchen,  Wilhelmstr. 6, Eingang Schlossplatz
Beginn: 19 Uhr
EFWI-Nr.: 18 ES 2200 07

 

Der christlich-muslimische Dialog in Gemeinde, Schule und Jugendarbeit

Gemeinsamer Konvent der LehrerInnen- und PfarrerInnen


Kirchenrat Rafael NikodemusDie Landessynode der EKiR hat im Januar 2018 den christlich-muslimischen Dialog als „kirchlichen Auftrag“ beschrieben, an dem auch in schwierigen Situationen festgehalten wird. Welche Chancen und Problemlagen ergeben sich vor Ort? Zu Begegnungen und zum Dialog mit Muslimen kommt es ja in unseren Schulen alltäglich, zwischen Moschee-Gemeinden und unseren Gemeindegliedern z.B. beim jährlichen „Fastenbrechen“. In unseren Jugendzentren gehen Kinder und Jugendliche aus muslimischen Familien ein und aus. Hier ist aktuell wahrnehmbar, dass gerade das Verhältnis zu den Moschee-Gemeinden nicht mehr unbelastet ist: Die Imame aus Betzdorf und Fürthen entzogen sich Anfang des Jahres 2017 staatsanwaltlichen Ermittlungen durch ihre spontane Rückkehr in die Türkei. Sie hatten Listen mit angeblichen Sympathisanten der „Gülen-Bewegung“ aus ihrem Umfeld erstellt und an die Religionsbehörde in Ankara weitergegeben. Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB) und die mit ihr verbundenen Moscheen wurden infolgedessen in der Presse als Kooperationspartner in Frage gestellt. Welche Folge hat die offensichtliche Spaltung der türkischen Community in Erdogan-Anhänger und Erdogan-Kritiker für den interreligiösen Dialog? Nehmen wir Minderheiten wie die Aleviten wahr, die sich ebenso wie viele kurdische Muslime mittlerweile auch in Deutschland gefährdet fühlen? Abgesehen von den türkisch geprägten Muslimen gibt es seit 2015 in unserem Landkreis eine große Zahl muslimischer Flüchtlinge, die aus Syrien, Afghanistan, dem Irak und Nordafrika stammen. Werden diese Muslime persischer und arabischer Prägung auf Dauer eigene Moschee-Vereine gründen? – Wie gehen wir mit dem Taufbegehren von Flüchtlingen aus muslimisch geprägten Ländern um? Welchen Gefahren sind Konvertiten bei einer etwaigen Rückkehr in ihr Heimatland ausgesetzt?
Kirchenrat Rafael Nikodemus ist ausgewiesener Spezialist für den Dialog (nicht nur) mit dem „türkischen“ Islam. Nach einem Impulsreferat mit wichtigen Sachinformationen zum aktuellen Stand des interreligiösen Dialogs, auch nach den Positionsbestimmungen der Landessynode, wird er sich gerne unseren Fragen stellen und mit uns ins Gespräch kommen.

Zielgruppe: Pfarrerinnen und Pfarrer des Kirchenkreises, Religionslehrerinnen und –lehrer, Mitarbeiter aus der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit
Leitung: Andrea Aufderheide
Referent: Landeskirchenrat Rafael Nikodemus, Düsseldorf
Termin: Do., 6.6.2018 im Ev. Gemeindehaus Wissen,
Auf der Rahm 18, 15 – 18 Uhr
EFWI-Nr.:  18 ES 2200 15

 

Die Väter- und Müttererzählungen in der Genesis


Start einer Veranstaltungsreihe zu biblischen Basisthemen

Kooperation der Schulreferate Koblenz, Nassau, Wied und Altenkirchen


Ähnliches FotoDie Schulreferate Altenkirchen/Wied und Koblenz sowie das RPI Nassau starten in diesem Jahr eine gemeinsame Reihe „Theologischer Basismodule“. Diese Veranstaltungsreihe soll den Teilnehmer(innen) aus unserer Region die Möglichkeit geben, im Studium erworbenes Wissen aufzufrischen und zu erfahren, was derzeit in der theologischen Wissenschaft zu bestimmten Themen an neuen Erkenntnissen gewonnen wurde. Zugleich geht es darum, gemeinsam über die lebensweltliche Bedeutung der Themen für Kinder und Jugendliche in ihrer aktuellen Situation nachzudenken. Wir starten im Basismodul 1 mit den Väter- und Müttererzählungen aus der Genesis. Im Basismodul 2 werden die alttestamentlichen Propheten im Zentrum stehen und im Basismodul 3 die alttestamentliche Weisheit. Anschließend sind Themen aus dem NT geplant (z.B.  Wundererzählungen, der Apostel Paulus und die Offenbarung des Johannes). Die Basismodule sind thematisch jeweils in sich abgeschlossen und können auch einzeln besucht werden.
Die Väter- und Müttererzählungen im 1. Buch Mose, Kap. 12ff. sind als Familiengeschichte konzipiert. In den Erzählungen von Abraham und Sara, von Isaak und Rebekka, von Jakob, Lea und Rahel geht es um Eifersucht und Neid, um Mut und Feigheit, um Streit zwischen Geschwistern und andere familiäre Konstellationen und Erfahrungen. Und es geht auf einer tieferen Erzählebene darum, wie Gott Menschen auf ihrem Weg nahekommt und sie begleitet. Als Familiengeschichten sind diese Geschichten unmittelbar anschlussfähig an die lebensweltlichen Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen.

Zielgruppe: Absolventinnen und Absolventen des Weiterbildungslehrgangs Ev. Religion, Lehrer/-innen aller Schularten, alle Interessierte
Leitung: Nadine Hofmann-Driesch (RPI Nassau),
Dr. Anja Angela Diesel (Ev. Schulreferate Koblenz) und
Martin Autschbach (Ev: Schulreferat Altenkirchen und Wied)
Referentin: Prof. Dr. Michaela Bauks, Universität Koblenz-Landau
Termin: Mi., 25.4.2018 im Gemeindehaus der Ev. Kirchengemeinde Höhr-Grenzhausen, Teplitz-Schönauer-Straße 2,
10 Uhr – 16 Uhr
EFWI-Nr.: 18 ER 2200 11

Bild: Julius Veit Hans Schnorr von Carolsfelds, Die Bibel in Bildern, Leipzig 1860.

 

Fire and Fury im Alten Testament

Was fangen wir an mit den Propheten?


cid:0FB25EB6-7658-40B0-A768-E8A4D6F65127@unibe.chProf. Dr. Andreas Wagner wird in das zweite geplante „Theologische Basismodul“ einführen. Thema soll hier die alttestamentliche Prophetie sein. Dazu schreibt er: „Jesus ist ohne die alttestamentliche Prophetie nicht denkbar. Jesuanische Ethik wäre ohne prophetische Vorbilder nicht zustande gekommen. Brauchen wir diese Eiferer Gottes heute noch? Brauchen wir ihre Texte, die gnadenlos für die Schwachen eintreten, noch? Sagen uns ihre Anschauungen zu Gerechtigkeit, Verantwortung in der Welt und für die Gesellschaft, in der wir leben, noch etwas? Oder brennen Zorn und Feuer Gottes nicht jede didaktische und pädagogische Bemühung nieder, biblische Texte heute noch verantwortlich lesen zu können? - Ja, hoffentlich hat es allen Leserinnen und Lesern jetzt den Atem verschlagen! – Kommen Sie in unsere Veranstaltung, um ihn wieder zu finden! ;-)“ Schwerpunkt wird der Prophet Jeremias sein.
Bitte melden Sie sich frühzeitig zu dieser Tagesveranstaltung an, die neben einer allgemeinen Einführung in das Thema auch mit dem aktuellen Forschungsstand vertraut machen wird.

Zielgruppe: Absolventinnen und Absolventen des Weiterbildungslehrgangs Evang. Religion, Lehrer/-innen aller Schularten, alle Interessierte
Leitung: Nadine Hofmann-Driesch (RPI Nassau),
Dr. Anja Angela Diesel (Ev. Schulreferate Koblenz) und
Martin Autschbach (Ev: Schulreferat Altenkirchen und Wied)
Referent: Prof. Dr. Andreas Wagner, Universität Basel
Termin: Di., 28.8.2018 im Gemeindehaus der Ev. Kirchengemeinde Höhr-Grenzhausen, Teplitz-Schönauer-Straße 2
10 Uhr – 16 Uhr
 



Einschulungs- und Abschlussgottesdienste  - Neue Ideen für die Grundschule


Ähnliches Foto

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Alle Jahre wieder ist es vor den Sommerferien so weit: Ein möglichst origineller Abschlussgottesdienst für die Viertklässler und ein ansprechender und abwechslungsreicher Einschulungsgottesdienst wollen vorbereitet werden. Neue Ideen für beide Anlässe werden wir in der geplanten Fortbildung vorstellen. Alle Gottesdienstmodelle haben wir in der Praxis erprobt und in einem Reader für die Teilnehmer zusammengefasst. In der Fortbildung wollen wir Ihnen kreative Ideen zur Umsetzung zeigen, Lieder singen, Aktionen der Schüler nachspielen und Lust auf die Erarbeitung mit ihren Kindern machen. Eine bunte Themenpalette verbirgt sich hinter Titeln folgender Gottesdienstmodelle: „Meine Zeit in deinen Händen“, „Gut behütet“, „Ihr seid das Salz der Erde“, „Auf neuen Wegen unterwegs mit dir“, „Es ist noch Platz in der Arche“, „Du bist ein Ton in Gottes Melodie“ (…). Natürlich steht allen TeilnehmerInnen ein Medienbuffet mit weiteren Anregungen, Liedern und Praxishandbüchern zur Ausleihe während der Veranstaltung zur Verfügung.“
Soweit der Ausschreibungstext von Ute Marx-Schierhorn und Brigitte Puderbach, die als Kreativteam für praxisnahe Fortbildungen bekannt sind. Bitte melden Sie sich bald für diese Fortbildung an, deren TeilnehmerInnenzahl wir beschränken müssen.
Zielgruppe: KollegInnen der Grundschule und der Förderschule
Leitung: Martin Autschbach
Referentinnen: Ute Marx-Schierhorn und Brigitte Puderbach
Termin: Do., 3.5.2018, in der Grundschule Straßenhaus, Schulstraße 7,
15 Uhr - 17:30 Uhr
EFWI-Nr.: 18 ES 2200 11


 

Heterogenität bejahen und Herausforderungen annehmen


Seminartage im PTI Bonn-Bad Godesberg
Bildergebnis für diversity

 

 

 

 

 

 

 

Schon seit langem findet der evangelische Religionsunterricht in heterogenen Lerngruppen statt: Heterogen hinsichtlich des Interesses der Schülerinnen und Schüler an seinen Gegenständen, hinsichtlich der religiösen Sozialisation und Vorbildung, des Stands der religiösen Entwicklung, der Lerntypen und der schulbezogenen Leistung, des Geschlechts sowie der ökonomisch-sozialen Situation. Die Heterogenität erhöht sich noch durch die programmatische Offenheit des evangelischen Religionsunterrichts für die Teilnahme von interessierten Schülerinnen und Schüler aller  religiösen Orientierungen. Vielfalt wird auch theologisch geschätzt und als anregend für eine Gemeinschaft bejaht. Eine religionsdidaktische Gestaltung dieser Vielfalt steht allerdings nach wie vor am Anfang und bleibt oft den einzelnen Religionslehrerinnen und  -lehrern überlassen.
Während der Tagung sollen die Teilnehmenden diese Lage miteinander reflektieren, Probleme in der Auseinandersetzung mit einer fiktiven Lerngruppe präzise benennen und Lösungswege erkunden. Dabei ist die Binnendifferenzierung ein zentral wichtiges Lernarrangement. Sie soll an der konkreten Lerngruppe probeweise durchgespielt werden. Um das eigene Repertoire zu erweitern, werden unterschiedliche Lernformen erkundet, die Binnendifferenzierung ermöglichen.
Zielgruppe:  Religionslehrerinnen und -lehrer an Gymnasien
und Integrierten Gesamtschulen in Rheinland-Pfalz

Leitung: Prof. Dr. Ulrike Baumann, Dr. Anja Angela Diesel
und Kirsten Neumann (Fachberaterin)

Termin: Di., 20.2.2018, 14:30 Uhr bis Mi., 21.2.2018, 13 Uhr
im Pädagogisch-Theologischen Institut (PTI) der EKiR in
Bonn - Bad Godesberg, Mandelbaumweg 2
Teilnahmegebühr:  30 Euro

 

Wie behindert ist die Inklusion?

Tagesseminar mit Betroffenen und Multiplikatoren in der Ev. Landjugendakademie Altenkirchen

Mit viel Elan haben sich Engagierte nach der Einführung der UN-Konvention seit 2011 für mehr Inklusion stark gemacht. Nun stockt es beim Weg durch die Institutionen: In Kindergärten, Schulen, in Berufsfeldern und im Freizeitbereich scheitert die inklusive Praxis nicht nur an unzureichender finanzieller Ausstattung, sondern auch an mangelhafter Kooperation. Ein Grund: Alle am Prozess Beteiligten nehmen nur einen Ausschnitt, eine Teil-Perspektive einer umfassenden und ganzheitlichen Herausforderung wahr. Folglich sind viele verärgert, manche resigniert und überfordert.
Wir glauben: Zusammen geht mehr als wenn jeder in seinem Bereich für sich alleine denkt, ausprobiert, scheitert, aber auch Erfolge und wegweisende Perspektiven kaum weitergeben kann. Aus diesem Grund wollen wir uns über Themen, Umsetzungen und Strategien zur Inklusion in unserer Region, dem nördlichen Rheinland-Pfalz umfassend austauschen. Wichtig ist uns, dass auch diejenigen, um die es geht, die Menschen mit Behinderungen dabei selbst zu Wort kommen und über ihren konkreten Alltag berichten können. Daher laden wir zu einem Bildungstag in die Ev. Landjugendakademie ein, der ganz gezielt ein breites Feld aller aktiven Kräfte und Beteiligten in Sachen Inklusion zusammen und ins Gespräch miteinander bringt.
Als Themenfelder mit einem Info-Input durch Expert(innen) und Gesprächsmöglichkeiten sind u.a. geplant: Bildung / Mobilität / Freizeit / Wohnen / Dienste / Verwaltung / Politik / Verbände …
Eine aktuelle Situationsbestimmung im „Generationen-Projekt Inklusion“ und fachlichen Grundlagen wird uns Prof. Dr. päd. Erik Weber (Ev. Hochschule in Darmstadt) in einem Impulsreferat eröffnen. Er ist ein ausgewiesener Experte für die Möglichkeiten der Heilpädagogik im Blick auf den Alltag von Menschen mit Behinderung. Moderiert wird der Tag von dem Comedian und Theologen Rainer Schmidt. Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Flyer, der dem Programm beigefügt ist.

Zielgruppe: Schulleitungen von Schwerpunkt- und Förderschulen,
Multiplikatoren der schulischen Inklusion, Schulsozialarbeiter-
Innen, SchulpfarrerInnen aus inklusiven Systemen
Leitung: Anke Kreutz (LJA), Christof Weller (HIBA), Hans Jürgen Volk (Ev. Kirchenkreis) und Martin Autschbach (Ev. Schulreferat)
Referent: Prof. Dr. Erik Weber (Ev. Hochschule in Darmstadt)
Moderation:  Rainer Schmidt (Theologe, Autor und Comedian)

Termin: Mi., 14.3.2018 in der Ev. Landjugendakademie Altenkirchen,
Dieperzbergweg 13-17, 10 – 16 Uhr
Teilnehmerbeitrag: 15 Euro
EFWI-Nr.: 18 ES 2200 06

Veranstalter: Ev. Landjugendakademie Altenkirchen, Ev. Kirchenkreis
Altenkirchen, Schulreferat des Ev. Kirchenkreises Altenkirchen und Wied, Verein für Behindertenarbeit in Hachenburg, Landesverband

 

Mit kreativen Methoden biblische Geschichten erzählen

Neue und bewährte Methoden und Erzählideen

C:\Users\autschbach\Desktop\Programm Frühjarhr 2018\file.jpegBiblische Geschichten verdanken sich weitgehend einer Jahrtausende alten Erzähltradition. Diese Geschichten beginnen zu „leben“, wenn sie weitererzählt werden. Aus diesem Grund lebt auch der Religionsunterricht vor allem im Elementarbereich davon, dass biblische Geschichten im Erzählen neu vermittelt und erfahren werden. Wie das gehen kann, soll in der geplanten Veranstaltung gezeigt und für die eigene Praxis erprobt werden. Methoden des Erzählens – auch bezogen auf das Kirchenjahr – sind nachvollziehbar z.B. durch Godly Play, biblische Erzählfiguren, Standbilder, Story-Bags oder mithilfe von Legematerialien. Diese Zugangsweisen sind konkret im Blick und sollen eine Rolle spielen.
Nadine Hofmann ist Studienleiterin des Religionspädagogischen Instituts in Nassau und wird in den beiden geplanten Veranstaltungen mit den TeilnehmerInnen bewährte Erzähltechniken wiederholen, aber auch neue Ideen ausprobieren. Sie setzt durch ihr Angebot auch die Tradition unserer „preußisch-nassauischer“ Grenzüberschreitungen und Kooperationen fort. Bitte melden Sie sich frühzeitig zu den Veranstaltungen an und achten Sie bitte auch auf die Einzeleinladungen (in der Regel drei Wochen vorher).

Zielgruppe: Religionslehrerinnen und -lehrer aus Grund- und Förderschulen
Aktive aus der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit
Leitung: Sigrun Reifenberger
Referentin: Nadine Hofmann-Driesch, Studienleiterin des RPI Nassau
Termin I: Do., 1.3.2018 in der Michaelschule, Grundschule Kirchen,
Auf dem Molzberg 8, 13:30 – 16:30 Uhr

Termin II:Mi., 18.4.2018 im Ev. Gemeindehaus in der Altstadt Hachenburg,
Steinweg 15, 15 – 18 Uhr
EFWI-Nr.: 18 ES 2200 02 in Kirchen und 18 ER 2200 03 in Hachenburg

 

Zu den in diesem Programm aufgeführten Fortbildungen wird jeweils 2-3 Wochen vorher gesondert eingeladen. Sie finden als EFWI-Veranstaltungen im Rahmen der Bestimmungen für Lehrerfortbildung statt. Änderungen des Programms sind jederzeit möglich. Achten Sie deshalb bitte auf die aktuelle Einzeleinladung. Wir bitten Sie ggf. dafür um Ihr Verständnis! Wenn Sie sich über das EFWI online anmelden: Geben Sie uns bitte als Schulreferat auf jeden Fall per E-Mail oder telefonisch eine kurze Benachrichtigung. Dann können wir Sie bei kurzfristigen Veränderungen direkt informieren. Interessierte katholische Kolleginnen und Kollegen sowie Lehrerinnen und Lehrer anderer Fächer sind herzlich eingeladen!

  

 

Weitere Informationen – auch zu Ausleihe und weiteren Medien - gibt es im Schulreferat der Evangelischen Kirchenkreise Altenkirchen und Wied, Stadthallenweg 16, 02681/80 08 27 schulreferat.altenkirchen@ekir.de


Im Schulreferat könne „Koffer“ zu verschiedensten Themenbereiche ausgeliehen werden, u.a. auch zu den Weltreligionen, zu Generationen-Gesprächen oder ein Bilderbuch-Koffer zu „Flucht und Asyl“. PES.

 

Zum Ausleihen:

KOfferinhalt

Geheimnisvolle Siegel und sprechende Sandalen

Projekte des Schulreferates lassen Geschichte lebendig und begreifbar werden

Ein Silberschatz in Altenkirchen? Ein 700 Jahre alter Baum und Straßen, die Geschichte/n erzählen können? Geheimbotschaften und Flugschriften. Ein altes Siegel und „Geheimniskarten“. Klingt ziemlich geheimnisvoll, aber auch spannend. Und genau das will das Projekt „Reformation vor Ort – lebendige Geschichte“: Aufzeigen, wie spannend Geschichte sein kann!
Für Grundschüler der Klassen 3 und 4 hat Schulreferent Martin Autschbach (Evangelische Kirchenkreise Altenkirchen und Wied) verschiedene Schulprojekt zum Reformationsjubiläum entwickelt und lockt dazu u.a. die Kinder der Region auf Spurensuche in der Heimat.

Die Spurensuche in einer alten Kreisstadt und einem großen Schulstandort ist eines der Projekte, die der rührige Schulreferent im Jubiläumsjahr der Reformation als Ideenwerk erarbeitet. Die Evangelische Kirche Deutschlands (EKD) nahm gleich fünf aus den Kirchenkreisen Altenkirchen und Wied kommende Projekte (sieben Vorschläge wurden eingereicht) in sein Portfolio auf. Sie sind ab Anfang Juni im Internet abrufbar und können überall im deutschsprachigen Raum als Unterrichtsreihe, Projektwochen-Idee, Workshop oder auch in pädagogischen Freizeitangeboten eingesetzt werden.

Drei dieser Projekte wurden von heimischen Lehrerinnen ausgearbeitet. Hier brachten sich die erfahrenen Pädagoginnen Brigitte Puderbach (Grundschule Straßenhaus/Fachleiterin am Seminar in Westerburg) und Ute Marx-Schierhorn (Grundschule Gebhardshain) ein.

Neben dem Entdecken regionaler Spuren der Reformation will Pfarrer Autschbach auch für Grundschüler/Orientierungsstufenschüler  Luther „begreifbar“ machen. Dazu hat er einen umfangreichen „Lutherkoffer“ zusammengestellt.
„Eine Lebensgeschichte wird für Kinder begreifbar, wenn sie sich an geheimnisvollen Gegenständen und Bildern festmachen lässt, die irgendwann in der Biografie eine Rolle gespielt haben. Das gilt natürlich auch für das Leben Martin Luthers“, verdeutlicht Autschbach.

Autschbach und Schulkoffer

Begreifbares – im wahrsten Sinne des Wortes -  rund um die Reformationsgeschichte bietet das Schulreferat des Evangelischen Kirchenkreises Altenkirchen im Jubiläumsjahr. Pfarrer Martin Autschbach bietet zudem deutschlandweit eine Unterrichtsreihe mit Projekten rund um das Reformationsjubiläum an und hat für eine „Forschungsreise der Reformation“ in der Schulstadt Altenkirchen viele spannende Ziele und geheimnisvolle Orte zusammengestellt. Foto: Petra Stroh

Im wahrsten Wortsinne können anhand des Inhalts des „Lutherkoffers“ die Schüler die Reformation begreifen: Anpacken können sie so den Hammer, der den Thesenanschlag an der Schlosskirche in Wittenberg symbolisiert, oder die Sandalen, mit denen Luther auf dem Reichstag in Worms vor den Kaiser Karl V. auftrat und standhaft den Widerruf seiner Schriften verweigerte.
Wie wurde aus dem „kleinen Martin“ ein Reformator? Fühlbare Einblicke geben hier die Tonmurmeln, die seine Kindheit begleiteten, die „Eselsmaske“, die einen Blick auf Schulstrafen damals öffnet. „Heute wäre so etwas als Mobbing glücklicherweise in der Schule verboten“, führt Autschbach aus. Auch hinter dem „Tintenfass“, einem Bierkrug und einer Bettelschale stecken Geschichten zur Geschichte.
Aktiv und kreativ dürfen die Schüler so als kleine Entdecker und Forscher an die Geschichte Luthers und der Reformation herangehen.

 

Zur Ausleihe im Schulreferat:

Bilderbuchkoffer zum Thema „Flucht und Asyl“ (zahlreiche Bilderbücher und Informationen zum aktuellen Thema) –

 

Ständige Angebote des Schulreferates/Mediothek:

Tafeln Spurensuche

Spurensuche: Ruth und Artur Seligmann/ Ausstellung: "Ihr seid die Schande unserer Schule"

 

Infokoffer zum Thema:

Generationenkoffer

Generationen

Islam Koffer

Islam

Koffer Judentum

Judentum

sowie:

Notfallseelsorge an Schulen u.v.m.

 

NEU im Schulreferat: Bilderbuchkoffer zum Thema „Flucht und Asyl“

 

Bitte fragen Sie nach - Wir helfen Ihnen gerne weiter!

 

 

 

Rückblicke:

 

Lebendige Regionalgeschichte im Landschaftsmuseum Westerwald
PfarrerInnen – LehrerInnen – Konvent traf sich in Hachenburg

Im Landschaftsmuseum Westerwald in Hachenburg ist seit über 40 Jahren unsere Regionalgeschichte „begehbar“. Der Besuch im Museumsdorf wirkt wie eine Zeitreise in die Vergangenheit. Gerade Kinder und Jugendliche, Konfirmandinnen und Schüler können hier nacherleben, was ihnen die (Ur-) Großeltern immer wieder erzählt haben: Eine Dorfschule, eine Ölmühle, das Westerwälder Kleinhaus, Scheune, Bauern- und Gewürzgarten und das Mühlenwohnhaus laden (u.a.) zum entdeckenden Lernen ein.

Im Rahmen des PfarrerInnen-LehrerInnen-Konvents gab es eine historisch orientierte Museumsführung und Informationen zu museumspädagogischen Angebote aus dem Mitmach- und Aktivprogramm für ganz unterschiedliche Zielgruppen in Gemeinde und Schule. Gezeigt wurden u.a. „Schule früher“, „Ernte früher“, „Typische Berufe früher“ oder „Kochen und Backen damals“. Dr. Moritz Jungbluth und sein Team hatten auch rund um das Thema „die Bohnenernte“ etwas Besonderes vorbereitet.

Im Museum

Führung durchs Museumsareal durch Dr. Moritz Jungbluth (rechts). Alle Fotos: Stroh

 

Bohnenstangen

Aktiv im Rahmen des neuen Museumsprojekts "Bohnenernte"

Alte Schule

In der alten Schule gab es allerlei Informationen zu "Schule früher" und ein Wiedersehen mit "Martin Luther", alten Wandkarten, Einblicke in Sütterlin und "Tintengeschichten".

 

Kirchliches Angebot für
SchulassistentInnen der Region

 

Fachtag in Altenkirchen mit riesiger Resonanz

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Volles Haus beim ersten überregionalen „Fachtag für Schulbegleiter“ in der Evangelischen Landjugendakademie in Altenkirchen. Statt der erwarteten 25 Teilnehmer kamen 80 interessierte „SchulassistentInnen“. Foto: Petra Stroh

 

„Schulassistenten“ gehören mittlerweile fest zum Schulalltag. Deutlich wird dies auch in Zahlen: 30 mal mehr Schulassistentinnen gibt es als zu Beginn der Jahrtausends. Ohne diese Begleiter ist in den heimischen Schwerpunktschulen derzeit und auch künftig nicht möglich „Inklusion“ zu praktizieren.
Schulassistentinnen bieten den begleiteten Schülern Orientierung, Struktur und Schutz im Alltag. Sie fördern soziales Lernen, intervenieren in Krisen und fungieren als Bindeglied im pädagogischen Team.
Wie kommen sie mit ihren Aufgaben klar? Wie passt ihre Rolle in den Schulalltag? Wo ist Hilfe-Bedarf nötig? Wie läuft der Einsatz an den verschiedenen Orten?

Vielerlei Fragestellungen, die offenbar bewegen. Denn die Organisatoren eines ersten überregionalen „Fachtags für Schulbegleiter“ (Anke Kreutz, Direktorin der Landjugendakademie Altenkirchen, Christof Weller, pädagogischer Leiter des HIBA und Pfarrer Martin Autschbach, Schulreferent der Evangelischen Kirchenkreise Wied und Altenkirchen)  hatten dazu mit  25 Schulbegleitern gerechnet, es kamen aber 80 interessierte Schulassistenten aus den Regionen Altenkirchen, Neuwied und Westerwald in die Landjugendakademie nach Altenkirchen

Schwerpunkt  des Fachtags war u.a. ein Impulsreferat von Dr. Rainer Müller vom Comenius-Institut in Münster, das auch das ungewöhnliche Tätigkeitsfeld der Zielgruppe thematisierte. Müller unterstrich, dass die Schulassistenten an den Schnittstellen (gelegentlich auch an den „Verwerfungslinien“) der Inklusion arbeiten. „Sie begleiten ein Kind oder einen Jugendlichen mit Förderbedarf im Schulalltag. Dabei stehen sie oft wie Dolmetscher zwischen dem Bezugsschülern und einer Lehrkraft, die nur im Idealfall eine förderpädagogische Qualifikation hat“.
Dr. Rainer Müller hob hervor, dass die Schulassistenten oft vermittelnd zwischen den für inklusives Lernen mehr oder weniger geeigneten Unterrichtsmaterialien und einem Jugendlichen stehen und ihm wie aus einer Fremdsprache die Inhalte übersetzen müssten.
Die Zahl der Schnittstellen sei aber damit kaum erfasst.  Eltern, Therapeuten, das Kollegium einer Schule und der außerschulische Arbeitgeber gehören ebenso in das Netzwerk, das Schulassistenten zugunsten der Schülers täglich knüpfen müssen.
Dr. Rainer Möller führte auch in die besondere Problematik dieses neuen Berufsfeldes ein: „Die Schulbegleitung ist eine Einzelfallmaßnahme, die vom Jugendamt oder Sozialamt nach individueller Prüfung als fallbezogene Ressource genehmigt wird. Das begleitete Kind wird herausgehoben, als förderungsbedürftig etikettiert und damit in der Regelschule zum „Inklusionskind“, was dem Anspruch der Inklusion nach dem Motto „Es ist normal verschieden zu sein“ im Grunde widerspricht.
„Aber Inklusion ist ein spannungsvoller Prozess, der der sich gerade erst im Aufbau befindet. Die Einrichtung der Schulassistenz muss in diesem Rahmen bewertet werden“, forderte er ein.

Leider erfolge diese wertvolle Aufgabe, so der Referent, in einer überaus labilen Beschäftigungs- und Bedingungslage. Viele Schulassistenten  erfüllten ihre wichtige Tätigkeit in einem sehr unsicheren, mitunter prekären Arbeitsverhältnis. Wird die Begleitung im kommenden Schuljahr weiterbewilligt? Was passiert bei einer längeren Erkrankung des begleiteten Jugendlichen? Wechselt „mein“ Bezugskind obwohl dies zurzeit kaum sinnvoll ist? – Elementare Fragen, die zusätzlich belasteten.

Die Chancen und Probleme der Zusammenarbeit mit den Schulen waren u.a. Thema von fünf parallelen Arbeitsgruppen des Fachtages. Deutlich wurde hier wie unterschiedlich die Standards  sind. Die Lage vor Ort reicht nach Aussage der Schulassistenten von „hervorragend“ bis „katastrophal“.
In den Regionen Altenkirchen, Neuwied und Westerwald gibt es Schulen, in denen wöchentlich Förderpläne fortgeschrieben werden und regelmäßig ein runder Tisch aller Beteiligten (Klassenlehrer, Förderschulkollegen, Fachlehrer, Schulbegleiter und Eltern) zugunsten des unterstützten Kindes oder Jugendlichen stattfindet.
In anderen Schulen hingegen haben die Schulassistenten  „noch nicht einmal einen Schlüssel für die Lehrertoiletten“ und müssen immer wieder mit „ihren“ Zielschülern auf einem Flur arbeiten.
Völlig unterschiedlich sind auch die mitgebrachten Qualifikationen. Als Schulassistenten sind Erzieherinnen, Sozialarbeiter, Heilerzieher, aber auch erfahrene Mütter tätig.
Zukunftsweisend  - so der Tenor des Austauschs - wären Module einer regelmäßigen Fort- und Weiterbildung, eine feste Berufsbezeichnung und ein sicherer beruflicher Status.
Damit diese Utopie konkreter wird, wollen die Veranstalter die Ergebnisse des Fachtages an die außerschulischen Arbeitgeber, die zuständigen Verwaltungen und Kostenträger, die ADD und an die Schwerpunktschulen weitergeben.
Die Schulassistenten gaben sehr positive Rückmeldungen zur sorgfältigen Vorbereitung und dichten Arbeitsatmosphäre der Veranstaltung: „Wir fühlen uns in der Tat manchmal als ‚Aschenputtel der Inklusion‘. Es tut sehr gut, dass kirchliche Bildungsträger dies wahrnehmen und uns heute erstmals ein gemeinsames Forum gegeben haben“, unterstrichen sie gegenüber den Veranstaltern.

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Dr. Rainer Müller vom Comenius-Institut in Münster führte in ein umfangreiches Thema ein. Foto: Birgit Pritzer.

 

 

 

 

 

 


 

Schulreferat

Stadthallenweg 16
57610 Altenkirchen

Autschbach:

02681/8008 38

Birgit Pritzer:

02681/80 08 27

Öffnungszeiten Mediothek:

Di, Mi, Do: 8.30 bis 12 und 14 bis 16 Uhr

Freitags: nach Vereinbarung

schulreferat.altenkirchen@ekir.de

 

Pfr. Martin Autschbach

Schulreferent Martin Autschbach

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