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Schulreferat

des Evangelischen Kirchenkreises Altenkirchen

Der Kirchenkreis unterhält ein Schulreferat, das sich der Zusammenarbeit mit den Schulen widmet, die Fortbildung der Religionslehrer organisiert, Medien zur Verfügung stellt und vieles mehr

Aktuelle Fortbildungsangebote erscheinen halbjährlich - unten die aktuellen Angebote:

 

Neues aus dem Schulreferat:

KOfferinhalt

Geheimnisvolle Siegel und sprechende Sandalen

Projekte des Schulreferates lassen Geschichte lebendig und begreifbar werden

Ein Silberschatz in Altenkirchen? Ein 700 Jahre alter Baum und Straßen, die Geschichte/n erzählen können? Geheimbotschaften und Flugschriften. Ein altes Siegel und „Geheimniskarten“. Klingt ziemlich geheimnisvoll, aber auch spannend. Und genau das will das Projekt „Reformation vor Ort – lebendige Geschichte“: Aufzeigen, wie spannend Geschichte sein kann!
Für Grundschüler der Klassen 3 und 4 hat Schulreferent Martin Autschbach (Evangelische Kirchenkreise Altenkirchen und Wied) verschiedene Schulprojekt zum Reformationsjubiläum entwickelt und lockt dazu u.a. die Kinder der Region auf Spurensuche in der Heimat.

Die Spurensuche in einer alten Kreisstadt und einem großen Schulstandort ist eines der Projekte, die der rührige Schulreferent im Jubiläumsjahr der Reformation als Ideenwerk erarbeitet. Die Evangelische Kirche Deutschlands (EKD) nahm gleich fünf aus den Kirchenkreisen Altenkirchen und Wied kommende Projekte (sieben Vorschläge wurden eingereicht) in sein Portfolio auf. Sie sind ab Anfang Juni im Internet abrufbar und können überall im deutschsprachigen Raum als Unterrichtsreihe, Projektwochen-Idee, Workshop oder auch in pädagogischen Freizeitangeboten eingesetzt werden.

Drei dieser Projekte wurden von heimischen Lehrerinnen ausgearbeitet. Hier brachten sich die erfahrenen Pädagoginnen Brigitte Puderbach (Grundschule Straßenhaus/Fachleiterin am Seminar in Westerburg) und Ute Marx-Schierhorn (Grundschule Gebhardshain) ein.

Neben dem Entdecken regionaler Spuren der Reformation will Pfarrer Autschbach auch für Grundschüler/Orientierungsstufenschüler  Luther „begreifbar“ machen. Dazu hat er einen umfangreichen „Lutherkoffer“ zusammengestellt.
„Eine Lebensgeschichte wird für Kinder begreifbar, wenn sie sich an geheimnisvollen Gegenständen und Bildern festmachen lässt, die irgendwann in der Biografie eine Rolle gespielt haben. Das gilt natürlich auch für das Leben Martin Luthers“, verdeutlicht Autschbach.

Autschbach und Schulkoffer

Begreifbares – im wahrsten Sinne des Wortes -  rund um die Reformationsgeschichte bietet das Schulreferat des Evangelischen Kirchenkreises Altenkirchen im Jubiläumsjahr. Pfarrer Martin Autschbach bietet zudem deutschlandweit eine Unterrichtsreihe mit Projekten rund um das Reformationsjubiläum an und hat für eine „Forschungsreise der Reformation“ in der Schulstadt Altenkirchen viele spannende Ziele und geheimnisvolle Orte zusammengestellt. Foto: Petra Stroh

Im wahrsten Wortsinne können anhand des Inhalts des „Lutherkoffers“ die Schüler die Reformation begreifen: Anpacken können sie so den Hammer, der den Thesenanschlag an der Schlosskirche in Wittenberg symbolisiert, oder die Sandalen, mit denen Luther auf dem Reichstag in Worms vor den Kaiser Karl V. auftrat und standhaft den Widerruf seiner Schriften verweigerte.
Wie wurde aus dem „kleinen Martin“ ein Reformator? Fühlbare Einblicke geben hier die Tonmurmeln, die seine Kindheit begleiteten, die „Eselsmaske“, die einen Blick auf Schulstrafen damals öffnet. „Heute wäre so etwas als Mobbing glücklicherweise in der Schule verboten“, führt Autschbach aus. Auch hinter dem „Tintenfass“, einem Bierkrug und einer Bettelschale stecken Geschichten zur Geschichte.
Aktiv und kreativ dürfen die Schüler so als kleine Entdecker und Forscher an die Geschichte Luthers und der Reformation herangehen. Ab Mitte Mai kann der Lutherkoffer in den Schulen der Region eingesetzt werden. Sobald die Unterrichtsentwürfe online gestellt sind, wird die Internetadresse auf der Homepage des Kirchenkreises Altenkirchen abrufbar sein.

 

Weitere Informationen – auch zu Ausleihe und weiteren Medien - gibt es im Schulreferat der Evangelischen Kirchenkreise Altenkirchen und Wied, Stadthallenweg 16, 02681/80 08 27 schulreferat@kk-ak.de
Im Schulreferat könne „Koffer“ zu verschiedensten Themenbereiche ausgeliehen werden, u.a. auch zu den Weltreligionen, zu Generationen-Gesprächen oder ein Bilderbuch-Koffer zu „Flucht und Asyl“. PES.

 

Halbjahresprogramm des Schuljahres 2016/2017  - zweite Jahreshälfte

 Die Offenbarung des Johannes
Eine prophetische Schrift universaler Hoffnung
PfarrerInnen-LehrerInnen-Konvent in Flammersfeld

In unserem Sprachgebrauch ist der Begriff „Apokalypse“ zu einem düsteren Wort geworden, das nichts Gutes verheißt. Dabei ist es in allen neutestamentlichen Schriften das griechische Wort für „Offenbarung“ im Sinne der Offenlegung und Bekanntmachung einer guten Nachricht. Unter dieser Perspektive ist gerade die Johannesoffenbarung eine prophetische Schrift universaler Hoffnung, die nur zum Schaden Evangelischer Theologie den düsteren Fehlinterpretationen fundamentalistischer Fanatiker und der Zeugen Jehovas überlassen wird.“ – So lautet die Ausschreibung von Prof. Stefan Alkier, der u.a. für seine konsequente Einordnung der neutestamentlichen Schriften in den politischen und sozialgeschichtlichen Kontext ihrer Entstehungszeit bekannt ist. Hier spielt die multikulturell strukturierte Situation des Mittelmeerraums mit seinen Handelsmetropolen der antiken Polis auch bei der Johannes-Apokalypse eine wichtige Rolle. Spannend ist natürlich auch die Frage, welche Referenz die Offenbarung des Johannes mit ihrer radikalen Hoffnung auf einen neuen Himmel und eine neue Erde in einer Zeit haben kann, in der postfaktischer Populismus, skurrile Machtpolitiker und religiöser Fanatismus an spätantike Zustände erinnern.

Zielgruppe:             Pfarrerinnen und Pfarrer, Religionslehrerinnen und –lehrer,
Interessierte aus der Jugendarbeit

Leitung:                  Andrea Aufderheide, Superintendentin

Referent:                Prof. Dr. Stefan Alkier, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt

Termin:                   Mi., 03.05.2017 im Evangelischen Gemeindehaus in Flammersfeld,
Raiffeisenstraße 48, 15:00 Uhr - 18:00 Uhr

EFWI-Nr.:               17 ES 2200 05

 

„Die Wäller Wichtel“
Mobiles Figurentheater jetzt auch für Grundschulen

Lange Zeit haben die Wäller Wichtel den Westerwald „von unten“ (in den Stollen und Bergwerken) erkundet. Jetzt drängen sie als muntere Figurentheatergruppe mit frischem Wind auf die eigene mobile Bühne, die sie mit viel Liebe professionell ausgestattet haben.
Alle Stücke greifen Begebenheiten aus unserer Region auf. Die Wäller Wichtel sehen die Eigenarten der Menschen und des Westerwaldes „von unten“ und rücken manches in ein ganz anderes Licht. Sie sind halt so klein wie Kinder und haben eine ganz andere Perspektive als die „großen Leute“.
Die Wäller Wichtel sind bisher erfolgreich in verschiedenen Kindergärten aufgetreten und stehen ab sofort auch Grundschulen in den Kreisen Altenkirchen und Wied zur Verfügung.
Aktuell erweitert die Figurentheatergruppe ihr Repertoire auch um die Themenkreise Flucht und Migration. Im Ensemble des „Internationalen Figurentheaters Westerwald“ engagieren sich Frauen mit Kindern und Familienväter aus unterschiedlichen Herkunftsländern. Ihnen wird durch das Projekt die Chance gegeben, „kulturschaffend“ tätig zu sein und die Stücke bei schwierigen Passagen in ihrer Heimatsprache (mit deutschen Untertiteln) aufzuführen.

Zielgruppe:                        Kinder und Eltern Ihrer Schule
KollegInnen an Grund- und Förderschulen
Pädagogische Fachkräfte und SchulsozialarbeiterInnen
         
Ansprechpartner:              Hubertus Eunicke, Pädagoge M.A., Niederseelbach 15
57577 Seelbach bei Hamm/Sieg (02682 6238 oder
0157 51107972)

Veranstaltungsformate:    Aufführung(en) bei einem Schulfest oder ähnlichen Anlässen,
Schulprojekttage, Übungsnachmittage im Vorfeld auch mit
interessierten Eltern sind möglich

Veranstaltungslogistik:      Eine mobile Bühne und Lichttechnik werden mitgebracht.

Finanzierung:                    über Sponsoren, Eintrittsgelder und durch Fördermöglichkeiten
des Schulreferates

Weitere Infos:                   www.figurentheater-westerwald.de

 

Josef, das Glückskind
Kreative Unterrichtsbausteine zu einem klassischen Thema

Die Josefsgeschichte ist eine alttestamentliche Novelle, in der Unglaubliches geschieht: Ein junger Mann wird von seinen Brüdern in die Sklaverei verkauft, weil er besonders begabt ist und als unliebsamer Konkurrent um die Liebe des Vaters und das Familienerbe aus dem Weg geräumt werden soll. Dass Josef in Ägypten zu großem Einfluss gelangt und seiner Familie in einer Zeit extremer Hungersnot die Migration ins Kulturland ermöglicht, ahnt noch niemand. Aber all das entspricht dem Plan eines fürsorglichen Gottes, der im Hintergrund des Geschehens seine Hand über die Familie Jakob-Israels hält, denn: Aus ihr wird einmal das Volk Gottes erwachsen.
Ute Marx-Schierhorn ist bekannt für ihre kreativen Zugänge zu biblischen Geschichten. Uns erwartet ein Erzählzelt, ein Wandbilderbuch, die szenische Umsetzung der Josef-Träume, ein Nomadenlager und natürlich ein ausführlicher Reader zur eigenen Unterrichtsgestaltung und Umsetzung der vielen Ideen. Die Einheit lässt eine Differenzierung in vielen Elementen zu und ist deshalb nicht nur im 1.-2. Schuljahr, sondern durchaus auch im 3.-4. Schuljahr ebenso wie in Förderschulklassen umsetzbar.

Zielgruppe:             KollegInnen der Grundschule und der Förderschule
         
Leitung:                  Andrea Theisen-Welsch (Schulleiterin) und Martin Autschbach

Referentin:              Ute Marx-Schierhorn

Termin:                   Di., 13.06.2017, in der Gutenberg-Schule, Grundschule Dierdorf, Schulstraße 20, 14:30 Uhr - 18:00 Uhr

EFWI-Nr.:               17 ES 2200 10

 

 

„Wenn Menschen flüchten …“
Eine erprobte Unterrichtseinheit zu einem brisanten Thema

Warum verlassen Menschen ihre Heimat? Welche Geschichten erzählen Flüchtlinge? Ist eine Flucht wirklich lebensgefährlich? Wie fühlen sich Kinder, die bei uns ganz neu anfangen müssen, unsere Sprache nicht sprechen und sich völlig fremd fühlen? Wie können aus Fremden Freunde werden? - Diese Fragen bewegen unsere Kinder in besonderer Weise, seitdem Deutschland in den vergangenen Jahren verstärkt zum Zielort für Asyl- und Zuflucht-suchende vor allem aus Bürgerkriegsgebieten geworden ist.
Die erprobte Unterrichtsreihe der beiden erfahrenen Kolleginnen thematisiert Fluchtursachen und exemplarische Fluchtbiografien aus der Perspektive von Kindern. Dies ist umso wichtiger, weil unsere Schülerinnen und Schüler natürlich auch die Vorurteile und Ressentiments vieler Erwachsener gegen eine Willkommenskultur zuhause mithören, verinnerlichen und unkritisch wiedergeben. Den Wenigsten ist bewusst: Migration hat seit Menschengedenken in und aus Deutschland stattgefunden und möglicherweise kennen die eigenen Großeltern und Urgroßeltern Flucht- und Migrationserfahrungen aus ihrem persönlichem Erleben. Auch dies ist als Zeitzeugenerzählung ein Baustein der Unterrichtseinheit. Fluchtgeschichten finden sich natürlich auch in der Bibel (z.B. im Buch Ruth und im Anschluss an die Geburtserzählungen Jesu). Auch die Reaktionen der Kinder im Zuge der Auseinandersetzung mit dem Themenfeld sind eingebettet und machen die Fortbildung ebenso spannend wie aktuell.

 

Zielgruppe:                          ReligionslehrerInnen aus der GS, FÖS und Orientierungsstufe,
                                            KlassenlehrerInnen aus Schulen mit Flüchtlingskindern
                                
Leitung:                               Martin Autschbach

Referentinnen:                    Stefanie Raths und Brigitte Puderbach

Termin I:                             Di., 09.05.2017 in der Erich-Kästner-Schule in Altenkirchen, Siegener Straße 26, 14:30 Uhr - 17:00 Uhr

Termin II:                            Mi., 10.05.2017 in der Grundschule Straßenhaus,
Schulstraße 7, 14:30 Uhr - 17:00 Uhr

EFWI-Nr.:                            17 ES 2200 06 in Altenkirchen und 17 ES 2200 07
in Straßenhaus

 

„In der Heimat bleiben heißt sterben!“
Aktuelle Projektideen und Unterrichtsbausteine
zum Themenfeld Flucht-Asyl-Migration für die Sek. I

Der Titel dieser Fortbildung nimmt die Äußerung des 16-jährigen Jonas aus Eritrea auf, der nach einer monatelangen Flucht als „UMF“ (= unbegleiteter minderjähriger Flüchtling) unterwegs war. Die Fluchtursache wird deutlich. Dieser Baustein wird eine wichtige Rolle in dem Medien- und Aktionspaket spielen, das an unserem Fortbildungsnachmittag fächerübergreifend und für unterschiedliche Altersgruppen aufbereitet vorgestellt wird. Eine Stichwortsammlung zu diesem Angebot lautet: Flucht-Geschichten und Flüchtlingsbiographien in Bilderbüchern; Kurzfilme und Dokumentationen zum Thema; Basics und Hintergrund-Wissen zu Flucht und Asyl (Gründe, Fakten, Kompetenzen); Geschichte der Deutschen Migration; Flucht und Vertreibung 1944-45 (DVD „Die Flucht“ und Dokumentation); Flüchtlinge, Fremde und Asyl in der Bibel; Zeitzeugen aus dem Irak, Eritrea und Syrien im Unterricht; Arbeit mit paradigmatischen Bildern zum Thema (…).
Den TeilnehmerInnen wird ein Reader mit allen Unterrichtsimpulsen und über die Fachkonferenzen eine digitale Sammlung von geeigneten Medien, Materialien und Kopiervorlagen zur Verfügung gestellt.

 

Zielgruppe:             KollegInnen der Fächer Religion, Ethik, GK und Deutsch
der Orientierungsstufe (5/6) bis zur Mittelstufe (7-10)

Leitung:                  Christian R. Hansen, Leiter der Fachkonferenz Religion
der IGS Horhausen

Referent:                Martin Autschbach

Termin:                   Do., 01.06.2017 in der IGS Horhausen, Neue Schulstraße 24,
im Mehrzweckraum, 14:00 Uhr - 17:00 Uhr

EFWI-Nr.:               17 ES 2200 08

Zu den in diesem Programm aufgeführten Fortbildungen wird jeweils 2-3 Wochen vorher gesondert eingeladen. Sie finden als EFWI-Veranstaltungen im Rahmen der Bestimmungen für Lehrerfortbildung statt. Änderungen des Programms sind jederzeit möglich. Achten Sie deshalb bitte auf die aktuelle Einzeleinladung. Wir bitten Sie ggf. dafür um Ihr Verständnis! Wenn Sie sich über das EFWI online anmelden: Geben Sie uns bitte als Schulreferat auf jeden Fall per E-Mail oder telefonisch eine kurze Benachrichtigung. Dann können wir Sie bei kurzfristigen Veränderungen direkt informieren. Interessierte katholische Kolleginnen und Kollegen sowie Lehrerinnen und Lehrer anderer Fächer sind herzlich eingeladen!

  


Der Notfall-Seelsorge-Koffer als Konzept einer achtsamen Krisenintervention
Impulsreferat mit Aussprache im Staatlichen Studienseminar für das Lehramt an Gymnasien in Altenkirchen

Unsere Veranstaltungsreihe zum „NFS-Koffer für unsere Schulen“ gehört zum alljährlichen Angebot auch des örtlichen Studienseminars. Der Umgang mit Krisensituationen wie z. B. dem plötzlichen Tod eines Schülers oder einer Kollegin ist gerade für ReferendarInnen und LehrerInnen in den ersten Berufsjahren angstbesetzt. Gibt es irgendein Handlungskonzept, an dem ich mich im Fall der Fälle wie an einem Geländer festhalten und orientieren kann? Was sind die ersten Schritte, wenn wir erfahren, dass eine Schülerin tödlich verunfallt ist? Wie können wir uns auf ein Erstgespräch in der betroffenen Klasse schnell und präzise vorbereiten? Was ist unsere Aufgabe als Schule und wo liegen die Grenzen unserer Verantwortung? Wie und womit lässt sich ein schlichter Raum der Trauer gestalten? Wie formuliere ich ggf. als (selbst geschockter) Klassenlehrer einen Kondolenzbrief an die Eltern oder an Geschwisterkinder? Welche Mitwirkungsmöglichkeiten hat die Schule, eine Klasse und das Kollegium im Blick auf eine Beerdigung oder Trauerfeier? Der Notfallseelsorgekoffer beantwortet nicht alle Fragen, enthält aber sehr konkrete Materialien, Ideen, Briefvorlagen und Listen, Gegenstände und Adressen, die sofort weiterhelfen und sich schulspezifisch anpassen lassen. Außerdem ist der Koffer selbst ein wichtiges Medium in der unterrichtlichen Auseinandersetzung mit dem Themenfeld Tod, Sterben und Trauer(arbeit).

 

Zielgruppe:             Referendarinnen und Referendare aller Fächer,
Lehrer-/innen aller Schulformen in den ersten Berufsjahren

Leitung:                  Johannes Grünhag, Leiter der Teildienststelle des Staatlichen
Studienseminars für das Lehramt an Gymnasien Altenkirchen

Referent:                Martin Autschbach

Termin:                   Mo., 19.06.2017 im Staatlichen Studienseminar,
Teildienststelle Altenkirchen, Friedrich-Emmerich-Str. 6,
14:30 Uhr bis 17:00 Uhr

EFWI-Nr.:               17 ES 2200

 

Lebendige Regionalgeschichte im Landschaftsmuseum Westerwald
PfarrerInnen – LehrerInnen – Konvent in Hachenburg

Im Landschaftsmuseum Westerwald in Hachenburg ist seit über 40 Jahren unsere Regionalgeschichte „begehbar“. Der Besuch im Museumsdorf wirkt wie eine Zeitreise in die Vergangenheit. Gerade Kinder und Jugendliche, Konfirmandinnen und Schüler können hier nacherleben, was ihnen die (Ur-) Großeltern immer wieder erzählt haben: Eine Dorfschule, eine Ölmühle, das Westerwälder Kleinhaus, Scheune, Bauern- und Gewürzgarten und das Mühlenwohnhaus laden (u.a.) zum entdeckenden Lernen ein.
Im Rahmen unseres PfarrerInnen-LehrerInnen-Konvents, zu dem auch interessierte aus der Jugendarbeit eingeladen sind, werden wir in zwei Gruppen zunächst eine historisch orientierte Museumsführung wahrnehmen. Thema sollen im Weiteren aber auch museumspädagogische Angebote aus dem Mitmach- und Aktivprogramm sein, die für ganz unterschiedliche Zielgruppen in Gemeinde und Schule interessant sind (z.B. „Schule früher“, „Ernte früher“, „Typische Berufe früher“, „Kochen und Backen damals“). Dr. Moritz Jungbluth hat in unseren Vorgesprächen darauf hingewiesen, dass bei unserem Besuch am 7. Juni auch „die Bohnenernte“ eine Rolle spielen kann, aber Näheres wird noch nicht verraten!

Zielgruppe:                 LehrerInnen und PfarrerInnen,
    Haupt- und ehrenamtliche Fachkräfte der Jugendarbeit

Leitung:                       Andrea Aufderheide und Martin Autschbach

Referenten:                 Dr. Moritz Jungbluth und Katerina Krämer,
                                   Landschaftsmuseum Westerwald

Termin:                       Mi., 07.06.2017, im Landschaftsmuseum Westerwald
                                   in Hachenburg, Leipziger Straße 1,
                                   15:00 Uhr – 18:00 Uhr

EFWI-Nr.:                   17 ES 2200 09

 

 

Reformation 2.0
Eine Smartphone-Rallye auf den Spuren Martin Luthers

Mit neuen Medien ergeben sich neue Zugänge, auch zur Wiederentdeckung des berühmten Reformators aus Wittenberg. Karsten Müller und Lutz Neumeier haben in einem Projekt ein mobiles Spiel entwickelt, das Jugendlichen mithilfe einer Smartphone-App (iOS und Android) ermöglicht, die Reformationsstationen nachzuerleben und die wichtigsten Ereignisse in Luthers Biographie im Blick auf das eigene Leben zu reflektieren. Ein Workshop dazu bietet eine erste Orientierung im Dschungel der Digitalisierung und zeigt ganz konkret Chancen für unsere Praxis auf: Bringen Sie Ihr Smartphone oder Tablet mit: Wir probieren mit einer digitalen Schnitzeljagd auf den Spuren Martin Luthers aus, wie unkompliziert das mobile Internet ohne großes technisches Know-how in den Religionsunterricht integriert werden kann … und diesen mobilisiert! Bitte laden Sie sich falls möglich bereits im Vorfeld die Apps „Actionbound“ und „Reformation 2.0“ herunter.

Zielgruppe:             Lehrkräfte der Sek. I

Leitung:                  Dr. Anja Diesel

Referent:                Karsten Müller, Studienleiter und Medienpädagoge,
                               RPI der EKKW und EKHN

Termin:                   Mi., 03.05.2017, Medienladen Koblenz, Kurt-Esser-Haus
(2. OG), Markenbildchenweg 38 (am Bahnhofsvorplatz)
9:00 Uhr – 17:00 Uhr

EFWI-Nr.:               17 ES 3300 16

 

Rückblicke:

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Volles Haus beim ersten überregionalen „Fachtag für Schulbegleiter“ in der Evangelischen Landjugendakademie in Altenkirchen. Statt der erwarteten 25 Teilnehmer kamen 80 interessierte „SchulassistentInnen“. Foto: Petra Stroh

 

Kirchliches Angebot für
SchulassistentInnen der Region

Fachtag in Altenkirchen mit riesiger Resonanz

„Schulassistenten“ gehören mittlerweile fest zum Schulalltag. Deutlich wird dies auch in Zahlen: 30 mal mehr Schulassistentinnen gibt es als zu Beginn der Jahrtausends. Ohne diese Begleiter ist in den heimischen Schwerpunktschulen derzeit und auch künftig nicht möglich „Inklusion“ zu praktizieren.
Schulassistentinnen bieten den begleiteten Schülern Orientierung, Struktur und Schutz im Alltag. Sie fördern soziales Lernen, intervenieren in Krisen und fungieren als Bindeglied im pädagogischen Team.
Wie kommen sie mit ihren Aufgaben klar? Wie passt ihre Rolle in den Schulalltag? Wo ist Hilfe-Bedarf nötig? Wie läuft der Einsatz an den verschiedenen Orten?

Vielerlei Fragestellungen, die offenbar bewegen. Denn die Organisatoren eines ersten überregionalen „Fachtags für Schulbegleiter“ (Anke Kreutz, Direktorin der Landjugendakademie Altenkirchen, Christof Weller, pädagogischer Leiter des HIBA und Pfarrer Martin Autschbach, Schulreferent der Evangelischen Kirchenkreise Wied und Altenkirchen)  hatten dazu mit  25 Schulbegleitern gerechnet, es kamen aber 80 interessierte Schulassistenten aus den Regionen Altenkirchen, Neuwied und Westerwald in die Landjugendakademie nach Altenkirchen

Schwerpunkt  des Fachtags war u.a. ein Impulsreferat von Dr. Rainer Müller vom Comenius-Institut in Münster, das auch das ungewöhnliche Tätigkeitsfeld der Zielgruppe thematisierte. Müller unterstrich, dass die Schulassistenten an den Schnittstellen (gelegentlich auch an den „Verwerfungslinien“) der Inklusion arbeiten. „Sie begleiten ein Kind oder einen Jugendlichen mit Förderbedarf im Schulalltag. Dabei stehen sie oft wie Dolmetscher zwischen dem Bezugsschülern und einer Lehrkraft, die nur im Idealfall eine förderpädagogische Qualifikation hat“.
Dr. Rainer Müller hob hervor, dass die Schulassistenten oft vermittelnd zwischen den für inklusives Lernen mehr oder weniger geeigneten Unterrichtsmaterialien und einem Jugendlichen stehen und ihm wie aus einer Fremdsprache die Inhalte übersetzen müssten.
Die Zahl der Schnittstellen sei aber damit kaum erfasst.  Eltern, Therapeuten, das Kollegium einer Schule und der außerschulische Arbeitgeber gehören ebenso in das Netzwerk, das Schulassistenten zugunsten der Schülers täglich knüpfen müssen.
Dr. Rainer Möller führte auch in die besondere Problematik dieses neuen Berufsfeldes ein: „Die Schulbegleitung ist eine Einzelfallmaßnahme, die vom Jugendamt oder Sozialamt nach individueller Prüfung als fallbezogene Ressource genehmigt wird. Das begleitete Kind wird herausgehoben, als förderungsbedürftig etikettiert und damit in der Regelschule zum „Inklusionskind“, was dem Anspruch der Inklusion nach dem Motto „Es ist normal verschieden zu sein“ im Grunde widerspricht.
„Aber Inklusion ist ein spannungsvoller Prozess, der der sich gerade erst im Aufbau befindet. Die Einrichtung der Schulassistenz muss in diesem Rahmen bewertet werden“, forderte er ein.

Leider erfolge diese wertvolle Aufgabe, so der Referent, in einer überaus labilen Beschäftigungs- und Bedingungslage. Viele Schulassistenten  erfüllten ihre wichtige Tätigkeit in einem sehr unsicheren, mitunter prekären Arbeitsverhältnis. Wird die Begleitung im kommenden Schuljahr weiterbewilligt? Was passiert bei einer längeren Erkrankung des begleiteten Jugendlichen? Wechselt „mein“ Bezugskind obwohl dies zurzeit kaum sinnvoll ist? – Elementare Fragen, die zusätzlich belasteten.

Die Chancen und Probleme der Zusammenarbeit mit den Schulen waren u.a. Thema von fünf parallelen Arbeitsgruppen des Fachtages. Deutlich wurde hier wie unterschiedlich die Standards  sind. Die Lage vor Ort reicht nach Aussage der Schulassistenten von „hervorragend“ bis „katastrophal“.
In den Regionen Altenkirchen, Neuwied und Westerwald gibt es Schulen, in denen wöchentlich Förderpläne fortgeschrieben werden und regelmäßig ein runder Tisch aller Beteiligten (Klassenlehrer, Förderschulkollegen, Fachlehrer, Schulbegleiter und Eltern) zugunsten des unterstützten Kindes oder Jugendlichen stattfindet.
In anderen Schulen hingegen haben die Schulassistenten  „noch nicht einmal einen Schlüssel für die Lehrertoiletten“ und müssen immer wieder mit „ihren“ Zielschülern auf einem Flur arbeiten.
Völlig unterschiedlich sind auch die mitgebrachten Qualifikationen. Als Schulassistenten sind Erzieherinnen, Sozialarbeiter, Heilerzieher, aber auch erfahrene Mütter tätig.
Zukunftsweisend  - so der Tenor des Austauschs - wären Module einer regelmäßigen Fort- und Weiterbildung, eine feste Berufsbezeichnung und ein sicherer beruflicher Status.
Damit diese Utopie konkreter wird, wollen die Veranstalter die Ergebnisse des Fachtages an die außerschulischen Arbeitgeber, die zuständigen Verwaltungen und Kostenträger, die ADD und an die Schwerpunktschulen weitergeben.
Die Schulassistenten gaben sehr positive Rückmeldungen zur sorgfältigen Vorbereitung und dichten Arbeitsatmosphäre der Veranstaltung: „Wir fühlen uns in der Tat manchmal als ‚Aschenputtel der Inklusion‘. Es tut sehr gut, dass kirchliche Bildungsträger dies wahrnehmen und uns heute erstmals ein gemeinsames Forum gegeben haben“, unterstrichen sie gegenüber den Veranstaltern.

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Dr. Rainer Müller vom Comenius-Institut in Münster führte in ein umfangreiches Thema ein. Foto: Birgit Pritzer.

 

 

Zur Ausleihe im Schulreferat:

 

Bilderbuchkoffer zum Thema „Flucht und Asyl“ (zahlreiche Bilderbücher und Informationen zum aktuellen Thema) –

 

Ständige Angebote des Schulreferates/Mediothek:

Tafeln Spurensuche

Spurensuche: Ruth und Artur Seligmann/ Ausstellung: "Ihr seid die Schande unserer Schule"

 

Infokoffer zum Thema:

Generationenkoffer

Generationen

Islam Koffer

Islam

Koffer Judentum

Judentum

sowie:

Notfallseelsorge an Schulen u.v.m.

 

NEU im Schulreferat: Bilderbuchkoffer zum Thema „Flucht und Asyl“

 

Bitte fragen Sie nach - Wir helfen Ihnen gerne weiter!

 

 

 

 


 

Schulreferat

Stadthallenweg 16
57610 Altenkirchen

Autschbach:

02681/8008 38

Birgit Pritzer:

02681/80 08 27

Öffnungszeiten Mediothek:

Di, Mi, Do: 8.30 bis 12 und 14 bis 16 Uhr

Freitags: nach Vereinbarung

schulreferat@kk-ak.de

 

Pfr. Martin Autschbach

Schulreferent Martin Autschbach

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