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Home - Partnerschaften - Muku (Kongo, Afrika)

Muku

Seit 1980 besteht eine Partnerschaft des Kirchenkreises Altenkirchen mit dem Kirchenkreis Muku/Kongo.

Auf diesen Seiten wollen wir Ihnen Informationen rund um die Partnerschaft, Aktionen dazu im Kreis Altenkirchen, aber auch direkt aus Muku weitergeben. Zudem finden Sie eine Chronologie der Partnerschaftsarbeit und ältere Zeitungsmeldungen etc. aus der Partnerschaftsarbeit. (s.u.)

Landkarte vom Kongo (Afrika)

Landkarte von Muku

 

 

 

Neues aus Muku - Herbst 2016:

• So etwas hat es noch nicht gegeben:  Besuch in fast allen Gemeinden des Poste Muku :

Die  neue  Führungsriege  des  Poste  CBCA  Muku  hat  ihre  in  fünf  Etappen  aufgeteilte  Rundreise  durch  das gesamte  Zuständigkeitsgebiet  beendet :  von  Muku  nach  Camasiga  via  Mulambi,  Tchangoma,  Lusheke  und Musakambo ; von Mwendo nach Bwahungu via Walungu Zentrum, Cigezi,  Bulwi,  Izirangabo und Nindja ;  von Ciherano  nach  Burhinyi  via  irongo ;  von  Cowe  nach  Matebo  via  Ngando,  Bulinzi,  Kele,  Bigombe,  Kalambi, Bilembo, Kamituga, Kitutu und Mikelo ;  von Nzovu nach Shabunda Zentrum via Byangama, Katchungu, Minoro und Lugungu  Allen  Ängsten  und  Unsicherheiten  zum  Trotz  wurde  mit    großer  Aufopferung    die  beschwerliche  Reise angetreten, die teils zu Fuß, teils auf dem Moped/Motorrad mitten durch Waldgebiet erfolgte, oder über unbefahrbare Straßen führte, durch sogenannte rote Zonen, die  von Milizen besetzt sind;


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Bild 1 Superintendent, Evangéliste und Mutter des SFF  auf dem Weg im Gebiet von  Shabunda
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Bild 2 Die Vorsitzende SFF zu Fuß unterwegs im Wald bei Shabunda. 

Der  Delegation  gehörten  an :  Rév.  Pasteur  surveillant  Sylvain  Mutarushwa  (Superintendent),  Pasteur Evangéliste Rév. BUYANA MATANDIKO (Pastor), die Vorsitzende des SFF  (Service  femmes et familles) Madame Esther NSHOBOLE,
Außerdem  wurden  sie  begleitet  von  Herrn  Mufumu  Augustin  (Ausschussmitglied  und  Vorsitzender  des Partnerschaftsausschusses),  Herrn  Cuma  Mirindi  Junior  (Entwicklungsbeauftragter  des  Poste),    dem Vorsitzenden des Kinder- und Jugendministeriums. Mehr als 98% der Gemeinden und großen Kirchen  konnten besucht  werden.  Einige  von  ihnen,  vor  allem  in  Shabunda,  hatten  seit  ihrer  Gründung  noch  nie  Besuch  kirchlicher Führungskräfte. Mit übergroßer Freude haben die Gemeindemitglieder ihre Besucher empfangen. Nach  unseren  Besuchen  können  wir  folgendes  feststellen:  - Die  Armut  der Bevölkerung  bedingt  durch  die  Unsicherheit,  die  sporadischen  Angriffe,  die  Vertreibungen,  Erpressungen durch die  Milizen.

- Die Gemeinden  konnten  sich  durch  die  Kriegsereignisse  nicht  normal  entwickeln.  In Shabunda  haben  alle  Gemeinden  den  Bau  von  Kirchen  mit  Ziegeln  begonnen,  jedoch  sind  die  Kosten  für  Zement  und  Bleche    immens,  da  diese  Materialien  per  Flugzeug  transportiert  werden  müssen.

  - Mangel  an Pastoren, - Landflucht - Analphabetentum vor allem unter Mädchen und Frauen, - unzureichende Einbindung von  Randgruppen  (Behinderte,  Senioren,  Witwen,  Vergewaltigungsopfer,..), 

– Fehlende  Sozialprojekte (Schulen,  Gesundheitszentren,  Diakoniezentren)  vor  allem  in Mwenga und  Shabunda)  – Raub/Diebstahl  auf kirchlichen Grundstücken,  - Hunger,  - sehr  geringe  Gehälter  für  Pastoren,  - mangelnde   spirituelle  Reife  der Gemeindeglieder, - geringe Verbundenheit zur Kirche,…

Von Rév. MUTARUSHWA Sylvain und MUFUMU Augustin.

• Landwirtschaft im Fokus der Entwicklungen in Muku
Die  Ergebnisse  des  Projekts  « food  security »  (Ernährungssicherheit) können sich  langsam sehen lassen. Die Bauern aus Muku und Umgebung bezweifeln nicht weiter die  Effektivität  der  in  diesem  Projekt  benannten  Maßnahmen  zur  Wiederherstellung,  zum  Schutz bzw.  der natürlichen  Düngung  des  Ackerbodens.  Dieses  Projekt  bezieht  sich  auch  auf  Saatgutexperimente.  Zuletzt wurden  diesbezüglich    Experimente  mit  Kartoffelsaatgut  vorgenommen,  welches  die  Delegation  im  Mai  aus Deutschland mitgebracht hat. Über das Ergebnis dieses Experiments werden wir das nächste Mal berichten.  Erstaunliche Ernten gab es bei Kartoffeln, Möhren, Bananen, es folgt der Maniok. Nachdem  die Maßnahmen und  deren  Anwendung  den Landwirten   verständlich wurden,  kann  nunmehr  die Vermarktung  in  Angriff  genommen  werden,  d.h  die  Bauern  lernen  über  die  Selbstversorgung  hinaus  ihre Produkte zu vermarkten, um somit ihre Einkommen zu verbessern.

C:\Documents and Settings\User\Mes documents\IMG_0179.JPG Pomme.JPGC:\Documents and Settings\User\Mes documents\IMG_20161027_140520.jpgC:\Documents and Settings\User\Mes documents\IMG_20161027_140957.jpg
Von  Ir. James Koordinator Food Security

 

• Junge Frauen erlernen in Muku den Beruf der Schneiderin
C:\Documents and Settings\User\Mes documents\IMG_0044.JPGBedingt  durch  Armut  und  die  schlechte  Regierung  sind  Mädchen  in  unserer  Gesellschaft Opfer von Diskriminierung, wenn es um die Wahl geht, ein Mädchen oder einen Jungen zur Schule zu schicken. Dies führte dazu, dass der Anteil an Mädchen, die keine Schule besucht haben, sehr hoch ist. Die Situation der Mädchen ist somit geschwächt und hat eine komplette Abhängigkeit von den Eltern bzw. den Ehemännern zur Folge. In Anbetracht dieser Tatsachen haben die Jugend-/ Kinderbeauftragten des Poste Muku in Zusammenarbeit mit der zuständigen Abteilung des CBCA sowie der finanziellen Unterstützung durch CBM die  Ausbildung  von  30  Mädchen  zur  Schneiderin  organisiert.  Hier  werden  sie  auch  zur  Selbstständigkeit  hin erzogen.Nach  dieser  Ausbildung  arbeiten  sie  als  Schneiderinnen  und  werden  somit  einträgliche  Löhne  erzielen.  Der Teufelskreis von Arbeitslosigkeit, Abhängigkeit und Armut wird somit durchbrochen.
Von MUSHAGALUSA  Président MJC

 

• Der Service Femme et Famille (SFF) engagiert sich verstärkt für die Qualifikation von Frauen und Mädchen


C:\Documents and Settings\User\Mes documents\SAM_1735.JPGEs ist jedem bewusst, dass  die Qualifizierung von Frauen und Mädchen ein wichtiger Aspekt    zur  Selbstbe-stimmung  der  Frau  darstellt.  Daher beinhaltet das Programm des Service Femme et Famille im Poste  Muku Seminare zu diversen Themen, wie  z.B. :  Selbstbestimmung der  Frau,  gegenseitige  Solidarität,  Gesundheit  von  Müttern,   Unternehmerinnen sowie Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt.


C:\Documents and Settings\User\Mes documents\IMG_0047.JPGDie  Stererotypen,  die  Gebräuche  und  Gewohnheiten,  die  finanzielle  Abhängigkeit, Mutterschaft,  Analphabetentum,  sexuelle  sowie  geschlechtsspezifische  Gewalt…  dieses  ganze  Übel  zerstört unsere Gesellschaft und macht Frauen und Mädchen verwundbar.  Mit Unterstützung aus Altenkirchen setzt sich der Service Femme et Famille Poste Muku für die Verbesserung der Lebensbedingungen    der  Frauen ein.  Dies  erfolgt  durch  gezielte  Qualifizierung  bzw.  Schulungen,  u.a.  für Unternehmerinnen, für Mädchen und Frauen zur Selbstverwaltung durch Erlernen eines einträglichen Berufs. Auch Mikro-Kredite und Verbesserungen in Landwirtschaft und Viehzucht sind hier Thema.Wir  weisen  darauf  hin,  dass  der  SFF  in  Mugogo  ein  Ausbildungszentrum  eröffnen  möchte,  das  speziell  für Frauen  und  Mädchen,  die  Opfer  von  Gewalt  wurden,  abgestimmt  ist.  Hier  sollen  unterschied- liche  Berufe erlernt werden können, um die Frauen somit unabhängiger zu machen.  Die Frauen in Shabunda und Mwenga sind Opfer von Erpressung und veralteten Bräuchen und benötigen verstärkt  Begleitung/Beistand.  Als  Beispiel  sei  genannt,  dass  es  Mädchen  und  Frauen  in  den  Monaten  Juli  und August  nicht  erlaubt  ist,  sich  frei  zu  bewegen,  ohne  Strafen  fürchten  zu  müssen.  Dies  ist  so,  weil  der  Geist Lega « KIMBIRIGITI » sich in Nähe des Dorfes niederlässt zwecks traditioneller Riten.
Von Madame NSHOBOLE Esther

• Ruhestand der Pastoren in Muku : Wie geht das Leben nach der Verrentung weiter ?


In  der  Gemeinde  CBCA  ist  in  Artikel  195  festgelegt,  dass Pastoren  im  Alter  von  65  Jahren  in  den  Ruhestand    gehen.  Außerdem  ist  vorgesehen,  dass  im  Alter  von  62 Jahren der Betroffene die Gemeinde aussucht,   in der er seinen Ruhestand verbringen möchte. In diesem Jahr sind  im Poste Muku vier Pastoren  in Ruhestand gegangen, darunter  einer  in Shabunda :  Herr  Rév. BUSIL WATUNDA,  einer  in  Walungu :  Herr  Rév. MATUMUABIRHI MULOLO und zwei  in Mwenga :  Herr  Rév. MUSUNGA MUKULUTAKI und Herr Rév. WIYALIKA.
Bittere Wahrheit ist jedoch, dass die Pastoren durch den Ruhestand auf ihr Ende zugehen.   Durch die Tatsache, dass  wir  es  versäumt  haben,  für  sie  finanziell  vorzusorgen,  sind  Müßiggang  und  das  Gefühl,  sich  von  der Gesellschaft ausgegrenzt zu fühlen, denkbare Konsequenzen. Die Kirche ist aufgerufen, Maßnahmen zur Begleitung der Senioren zu ergreifen und bereits 10 Jahre vor Eintritt in  den Ruhestand  entsprechende  Vorbereitungen  zu  treffen.  Somit  sollen  sowohl  der  Pastor  selbst  als  auch seine biologische Familie entsprechend auf den Ruhestand vorbereitet werden.

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Von Rév.BUYANA MATANDIKO  und MUFUMU Augustin

 

• Sintflutartiger Regen bringt Verwüstung in Camasiga


Nach  einer  langen,  bisher  so  noch  nie  dagewesenen  Dürreperiode  ist  Ende  September  2016  sintflutartiger Regen mit Hagel auf Camasiga und Umgebung niedergegangen und hat dort enorme Schäden auf Feldern und an Häusern verursacht. Mehrere Hektar an Hirse- und Bohnenfeldern sowie Gemüsefelder wurden vernichtet. Die (Dach-) Bleche von mehr als 20 Häusern, darunter auch das des Pastors der Gemeinde Camasiga, wurden vom  Hagel  beschädigt  und  der  gesamte  Dachstuhl  der  Kapelle  in  Bongwa  wurde  vom  Orkan  weggeweht.           

Von  Rév. MUTARUSHWA Sylvain und Cuma MIRINDI Junior

 

 

 

 

Neues aus Muku - Juli 2016:

Frauen in MUku

Nach dem Besuch den
Blick nach vorn gerichtet

 

Partnern aus Muku liegen viele Projekte am Herzen

„Wir bewahren eine sehr gute Erinnerung an viele gute Momente, die wir gemeinsam verbracht haben, und an den gegenseitigen Austausch über die Arbeit unserer beiden Kreise Muku und Altenkirchen“. So resümiert Superintendent Reverend Sylvain Muhindo in einem Schreiben an den Vorsitzenden des Ausschusses für Ökumene, Eine-Welt und Partnerschaftsarbeit im Kirchenkreis, Pfarrer Peter Zahn, die Eindrücke der Delegationsreise im Mai.
Drei Wochen waren Superintendent Reverend Sylvain Muhindo, die Vorsitzende der Frauenarbeit  Esther Nshobole, Augustin Mufumu, zuständig für Partnerschafts- und Entwicklungsarbeit in Muku, Opportune Bisobekwa von der Frauenarbeit und Schulleiter Bingwa Kulimushi in unserem Kirchenkreis unterwegs.
Dankbar ist die Gästegruppe für die freundliche Aufnahme und Begleitung, ob von Ausschuss, Leitungsgremien  oder den vielen Familien und ehrenamtlich Engagierten, die ihnen zur Seite standen.
„Auch wenn die Sprache ein Hindernis war, so haben wir sie im Gegenzug überwunden durch die Liebe, die uns gezeigt wurde.“
Dem Schreiben an den Partnerschaftsausschuss haben die afrikanischen Freunde auch Fotos beigefügt, die ihre ihnen derzeit besonders wichtigen Projekte dokumentieren, an denen sie engagiert arbeiten und weiterarbeiten wollen.

So das Projekt ein Lagerhaus in Mugogo zu errichten: Dies soll helfen den Absatz der landwirtschaftlichen Produkte zu erleichtern und die Landwirtschaft  insgesamt stützen. Da bislang ein Geschäft und Lagerhaus für die Ernteprodukte fehlt, müssen die Menschen, die von Muku aus ihre Produkte zum Marktplatz nach Mugogo tragen, diese – wenn unverkauft - wieder mühsam zurücktragen oder können sie nur zu sehr niedrigen Preisen „verschleudern“.
Für das Projekt „Lagerhaus“ wollen die Afrikaner gemeinsam mit den deutschen Partnern an dem Finanzierungskonzept weiterarbeiten.

Bodenpflege

Alle Möglichkeiten zur Verbesserung des landwirtschaftlichen Ertrages im Kirchenkreis Muku sollen angepackt werden. Insbesondere der Pflanzenschutz und der Schutz vor Bodenerosion werden zunehmend wichtiger.

Ein wichtiges Anliegen ist den Partner in Kongo auch die kontinuierliche Weiterarbeit des  „Dienstes für Frauen und Familien“. Hier wird vielfältig Frauen, Witwen, Mädchen und Kinder in besonders schwierigen Situationen geholfen. Gerade die weibliche Bevölkerung leidet besonders unter den Folgen, die Krieg und Gewalt in der Region am Kivu-See hinterlassen haben. Einige Aktivitäten, wie z.B. die Herstellung von kleinen Öfen, ermöglicht es den Frauen, die ansonsten allein ihre schwierigen Lebensbedingungen schultern müssen, dass sie nicht nur Geld verdienen können, sondern auch durch die daraus entstehenden sozialen Kontakte (mit anderen Frauen), gestärkt werden.

Handwerkliches

Durch den Verkauf selbsthergestellter Waren - etwa dieser "Kleinöfen" - können Frauen in Muku ihre Lebensbedingungen verbessern. (Alle Fotos: privat/KK Muku)

„Wir hoffen zudem,  dass sich die Beziehungen zwischen Schulen, Krankenstationen, landwirtschaftlichen Zentren und der Forschung von Altenkirchen und denen in Muku entwickeln“, unterstreicht Pasteur Surveillant.  So seien im Bereich von Schule/Erziehung neue Modelle denkbar, etwa in Form von Patenschaften, die den Schulbesuch von  Kindern aus armen Familien möglich machen.

 

 

Besuch im Kirchenkreis Altenkirchen Mai 2016

 

Mit vielen Eindrücken
zurück in die Heimat


Mehrwöchige Besuchstour der Partner aus Muku brachte Begegnungen zuhauf

Wieder gut in ihrer afrikanischen Heimat gelandet sind unsere Gäste aus dem Partnerkirchenkreis Muku (Demokratische Republik Kongo), die für drei Wochen bei uns sein konnten, vieles erlebt haben und nun ihre Eindrücke und Erfahrungen in  ihren Gemeinden und Einrichtungen im fernen Afrika teilen wollen.

Nach sechs Jahren war es erstmals wieder möglich eine Delegation aus dem Partnerkirchenkreis Muku willkommen zu heißen. Superintendent Reverend Sylvain Muhindo, die Vorsitzende der Frauenarbeit  Esther Nshobole, Augustin Mufumu, zuständig für Partnerschafts- und Entwicklungsarbeit in Muku, Opportune Bisobekwa von der Frauenarbeit und Schulleiter Bingwa Kulimushi nutzten die Zeit bei uns,um hier viele persönliche Kontakte zu vertiefen und neue zu knüpfen.
Außer Augustin Mufumu, der schon einmal im Zuge früherer Partnerschafts (bau) Aktion im Kirchenkreis Altenkirchen war, erlebten die vier anderen Delegationsmitglieder, vor allem auch der „neue“ Superintendent Sylvain Muhindo zum ersten Mal unsere Region.

Empfang im Gemeindehaus Daaden

Mit Gaesten

Feierlicher Empfang der Gäste aus dem Partnerkirchenkreis  Muku durch den Partnerschaftsausschuss/Kirchenkreis im Gemeindehaus in Daaden.  Auf drei austauschreiche Wochen freuen sich mit allen Partnerschafts-Aktiven (v.l.): Bingwa Kulimushi, Opportune Bisobekwa, Superintendent Sylvain Muhindo, Superintendentin Andrea Aufderheide, Esther Nshobole, Augustin Mufumu, Pfarrer Peter Zahn und Pfarrer Joachim Dührkopp. Fotos: Petra Stroh

MB49

In vielen Kirchengemeinden, bei Gruppen und Einrichtungen, in Gottesdiensten – hier in Weyerbusch -, in Schulen und Ausschusssitzungen waren die Besucher aus dem Partnerkirchenkreis Muku mit ihren vielen ehrenamtlichen Begleitern unterwegs und suchten den Austausch.

Der ganze Artikel befindet sich --> HIER <-- im Archiv.

Die Bilderstrecke zum Besuch befindet sich --> HIER <-- .

 

Partnerschaftsbesuch 2015

Bericht bei der Kreissynode

Seit 35 Jahren hat der Kirchenkreis eine Partnerschaft mit der „Poste Muku“ in der Demokratischen Republik Kongo in Afrika. 1997 reisten zuletzt Vertreter aus Altenkirchen dorthin;  danach machten kriegerischer Auseinandersetzungen eine Reise  in die Süd-Kivu-Region unmöglich.
Umso froher war man, dass die direkten Kontakte vor einigen Wochen zumindest mit dem Besuch einer kleinen Delegation wieder möglich waren. Pfarrerin Almuth Germann (Freusburg) und Brigitte Busch (Herdorf) konnten sich einer Delegationsreise des Kirchenkreises Herne nach Bukavu anschließen und somit zumindest tageweise wieder persönliche „Partnerschaftsfäden“ nach Muku knüpfen.
Mit großer Freude waren die beiden Abgesandten dort empfangen worden, und sie brachten vielfältige Erfahrungsberichte zur Synode des Kirchenkreises mit.

Ebenso Anregendes für künftige Partnerschaftsarbeit und eine Bilanz bisheriger gemeinsamer Aktionen. So verlangt ein zu Beginn der Partnerschaft vor 35 Jahren angelaufenes Projekt „Manunga – Wasser und Strom für Muku“ mittlerweile nach technischer Überholung. Bedingt durch die politischen und kriegerischen Ereignisse, müssen neue Herausforderungen– auch in der AIDS-Hilfe, Frauen- oder Flüchtlingsarbeit, gemeistert werden.

Almuth Germann und Brigitte Busch

Neben Handwerklichem und Kunstgewerbe hatten Pfarrerin Almuth Germann (links/in einem traditionellen Kleid aus Afrika) und Brigitte Busch viel Berichtenswertes und Nachdenkliches der Synode mitgebracht. Die beiden Frauen waren die ersten, die nach 18 Jahren unfreiwilliger Besucherpause wieder persönliche Partnerschaftsbande knüpfen konnten. Fotos: Petra Stroh

Mit im Gepäck der beiden Afrika-Reisenden befand sich auch Handwerkliches und Kunstgewerbe aus Muku, die Pfarrerin Germann - in traditionellem Kleid aus Muku – vorstellte. Ein besonderes Gastgeschenk, eine Ziege, hingegen übergaben Germann und Busch lieber in ein Frauenhilfe-Projekt vor Ort…
Die beiden Kirchenkreis-Vertreterinnen wollen in den kommenden Wochen und Monaten in Gemeinden und Gruppen ihre Reiseerlebnisse vorstellen und weitere aktive Mitmacher für die Partnerschaftsarbeit gewinnen.
2016 im Frühsommer erwartet man in Altenkirchen dann den Besuch einer Delegation aus Muku. Gemeinsam mit den Gästen will man im bundesweiten Vorbereitungsjahr „Reformation und eine Welt“ besondere Akzente im Kirchenkreis setzen.

 

Rundbriefe (Aktuell)

Unsere Partner aus Muku haben seit einiger Zeit ein Redaktionsteam eingesetzt, das Rundbriefe erstellt, den Sie auf diesen Seiten nachlesen können.

Abgerundetes Rechteck:  INFO-BRIEF Nr. 9             /               Dezember 2015 11ssswwDECE/Décembre2011 

 

  1. Neue Führungsspitze im Kirchenkreis  CBCA Muku.

C:\Users\SFF POSTE CBCA MUKU\Desktop\PHOTOS CBM\IMG_0022.JPGC:\Documents and Settings\User\Local Settings\Temporary Internet Files\Content.Word\SAM_0950.jpgIm September 2015 hat die Kirchenleitung der CBCA Goma in Muku zwei neue Pfarrer in der Leitung eingesetzt. Es sind als Superintendent Rev. MUHINDO MUTARUSHWA Sylvain (links), der Rev. BYUMANINE BISIMWA Justin nachfolgt, und als Evangelist Rev. BUYANA MATANDIKO (rechts), der auf ZAMPALA NZIMA folgt. Diese beiden neuen Führungskräfte sind bekannt durch ihre Fähigkeit, bemerkenswerte Änderungen herbeizu-führen, so geschehen in ihren vorigen Gemeinden. Sie haben den Vorzug, Großes bewegen zu können. Will man das Geheimnis ihres Erfolgs wissen, sind es 4 Dinge, die besonders hervorstechen: sie teilen Visionen, handeln gemeinsam – leiten mit Bestimmtheit und Transparenz.
Man muss sagen, die neuen Führungskräfte erben einen Kirchenkreis mit sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen. Die Segenswünsche und Gebete der Gemeinde-glieder gehen dahin, dass Gott diesen beiden Pfarrern ermöglichen möge, die erhofften Änderungen herbeiführen zu können.                                 Von Augustin Mufumu

  1. Obdachlose Familien in Mwenga

Sintflutartiger Regen gefolgt von einem Orkan hat am 13. Oktober 2015 in einigen Ortschaften im Wamuzimuland (im Gebiet von Mwenga) große Zerstörungen ange-richtet. Laut Bericht von Rev. Lumwakila, Mitglied des Leitungsgremiums und in Mwenga lebend, sind mehr als 680 Häuser zusammengestürzt, an anderen Häuser wurde das Dach abgedeckt. Die Bewohner sind nun ohne Unterkunft. An zwei unserer Kapellen ( KELE und RATCH) sind Teile der Dächer weggeflogen. Diese Familien sind nun obdachlos. Diese Art von Naturkatastrophen sind in unserer Region häufiger geworden, und es wirft die Fragen auf : was ist der Grund für die Unwetter, die Überschwemmungen, dieser sintflutartige, wolkenbruchartige Regen, diese Orkane, der Hagel,… ?
C:\Documents and Settings\User\Local Settings\Temporary Internet Files\Content.Word\SAM_2272.jpgWir denken, die Natur ist verärgert und reagiert auf die Verschwendung der Menschen, die zerstören ohne die Risiken zu bedenken. Der dichte Wald, der seinerzeit in Mwenga unmittelbar hinter jedem Haus begann, liegt nun in 10 km Entfernung vom Ort.
Diese Katastrophen müssten jeden dazu bringen, sein Verhalten zu ändern, und Schritte zur Wiederherstellung bzw. zum Schutz der Umwelt einzuleiten. Ein eindringlicher Appel geht an alle, den durch diese Ereignisse immer noch obdachlosen Familien zu helfen, es ist aber auch ein Aufruf, über nachhaltige Lösungen nachzudenken.    
                               Von Augustin ufumu                                                     

  1. Das Projekt für Ernährungsicherheit in Muku entwickelt sich

C:\Users\SFF POSTE CBCA MUKU\Desktop\PHOTOS CBM\IMG_0025.JPGDas Programm Ernährungssicherheit für Muku besteht jetzt seit einem Jahr. Die erste Phase bestand in der Wieder-herstellung und dem Schutz des Ackerbodens und lässt so hoffen, dass die 400 Haushalte, die dem Pro-gramm ange-schlossen sind, mit den Themen  Wiederher-stellung und Schutz vertraut sind. Es dauerte nicht lange, bis dieses Programm breite Anwendung fand, da auch andere Haushalte, die hier nicht direkt einbezogen waren, jedoch die viel gelobten Vorgehensweisen angewandt haben, wie z.B. : das Abdecken mit Stroh, der Anbau von stickstoffbindenden Pflanzen, das Anpflanzen von Hecken zur Ver-meidung von Erosion, bzw. von agro-forstlichen Bäumen,… Somit widmet sich die nächste Phase der Produktion von Saatgut und Früchten für den Verzehr.
                                                   Von Ir James MUKWANZALA

  1. Neues aus dem Bereich christlicher Musik

Der Chor « USHIRIKA » von der Gemeinde Muku hat sein erstes Album mit christ-lichen Liedern produziert, voll mit Botschaften und Farben mit dem Titel : « Jesus Christus Erste Hoffnung » (auf Suaheli :  « YESU KRISTU TUMAINI NAMBA MOJA ». Die offizielle Vorstellung der CD war am 15.11.2015 und 6.12.2015 in Bugabo und Muku im Beisein von vielen Gemeindegliedern und Gästen.
Bemerkenswert ist, dass bis jetzt nur der Jugendchor « Evangelic choir »  zwei Alben aufgenommen hat.
Die Leiterin des Ushirika Chores, Madame NAWEZA MAKEBA, hat bereits weitere Titel zusammengestellt, sodass der Chor zum gegebenen Zeitpunkt eine zweite CD produzieren kann. Sie wünscht sich hierfür jedwede Form der Unterstützung, damit durch dieses Angebot der Evangelisation  verlorene Seelen zu Jesus geführt, müde Seelen aufgebaut und verzweifelte Seelen getröstet werden können.
Von KULIMUSHI NAMUKAYA Bingwa
 Vize-Präsident des Partnerschaftsausschusses und Ushirika Chor Mitglied

INFOBRIEF JULI - OKTOBER 2015        

Nr. 1)  Die Baptisten-Kirchengemeinde CBCA Muku freut sich über ihre drei neuen Führungskräfte. Fünf Jahre lang hat Révérend BYUMANINE BISIMWA Justin zusammen mit Révérend ZAMPALA ZIMA Elie im Verwaltungsbüro des Poste Muku Tag für Tag gearbeitet. Im August 2015 hat die Gemeinde neue Angestellte ernannt, die die Kirchenarbeit fortführen werden, und zwar Révérend MUHINDO MUTARUSHWA Sylvain als Superintendent (Pasteur Surveillant) sowie Révérend  BUYANA als Pastor (Pasteur Evangéliste). Mit großer Freude und unter Anwesenheit der aktiven Mitglieder, der Gemeindepfarrer und natürlich der Büroangestellten wurde der Führungsstab an diese beiden weitergereicht. Trotz aller Schwierigkeiten im Poste Muku werden wir alle gemeinsam diese Arbeit bewältigen. Herzlich Willkommen in der Mannschaft des Poste Muku.

 C:\Users\POSTEMUKU\Desktop\DELEGATION AK & AUTRES\DSC07404.JPG
Top Nr. 2) FÜR DEN POSTE MUKU BEGINNT EINE NEUE ÄRA
Vom 13. bis 17. November 2015 konnte der Poste Muku nach mehr als 17 Jahren eine Delegation aus AK empfangen. Zusammen mit dieser Delegation, die aus Frau BRIGITTE  BUSCH und Frau ALMUTH GERMANN bestand, besuchten wir gemeinsam mit einigen Büromitgliedern verschiedene Kirchen, Projekte, Sanitätseinrichtungen sowie Schulen im Poste CBCA Muku, wie z. B.: 

Der Besuch wurde am Donnerstag mit der Unterzeichnung des neuen Partnerschaftvertrages zwischen AK und MUKU feierlich abgeschlossen.
  C:\Users\POSTEMUKU\Desktop\DELEGATION AK & AUTRES\DSC07430.JPG               C:\Users\POSTEMUKU\Desktop\DELEGATION AK & AUTRES\DSC07326.JPG

Top Nr. 3) WAHL DER MITGLIEDERVERTRETER DES POSTE CBCA MUKU
Vor 5 Jahren wurden die letzten Wahlen zur Mitgliedervertretung abgehalten. Dies erfolgte nunmehr erneut in der Jahreshauptversammlung 2015. Jeder Gemeindeteil des Poste Muku stellte einen Kandidaten, von denen folgende gewählt wurden :

Muku, den 24/10/2015
Im Namen der Redaktion,
Monsieur CUMA MIRINDI
Animateur

 

 

 

Chronologie der Partnerschaft

Partnerschaft Kirchenkreis Altenkirchen mit Poste Muku ; Communauté Baptiste au Kivu - später umbenannt in: Communauté Baptiste au Centre d’Afrique = CBCA

1980 
Beginn der Partnerschaft  - Vorgespräche und Anregung der VEM Wuppertal
durch einstimmigen Beschluss der Kreissynode im November 1980. Reverent Paluku Kivukwamo (Generalsekretär der CBK Goma)  war als Gast zugegen.

Vorsitzender des Kreismissionsausschusses im Kirchenkreis Altenkirchen ist Pfarrer Hermann Twittenhoff.

1980 - 1984 
Masuga Rugamika, ehemals Pfarrer in Muku, war durch ein Stipendium der VEM im Straßburg und besuchte in der Zeit einige Kirchengemeinden im Kirchenkreis Altenkirchen

1981-1982
Geldsammlung für "einen Zenh-Tonner-LKW für Muku".
150.000 DM kommen zusammen. Der LKW landet allerdings in Goma bei der Kirchenleitung. Muku erhält dafür einen kleineren gebrauchten LKW, genannt Katiritiri = der Langsamläufer.

1982 
Besuch der erster Delegation aus Muku: Munyangorore Rukara, Superintendent Muku; Kambale Mangalopa (Pfarrer aus Goma); Mungu Akonkwa (Krankenschwester aus Muku) und Barhazigirandi Sanganya (Rektor der Grundschule Muku). Wunsch der Delegation: Ein Geländewagen für den Kirchenkreis Muku und
„Gesundes Wasser und Strom“ für Muku!

1982 
Kreis-Missions Treffen (KMT) in Betzdorf

1983 
KMT in Wissen mit dem Besuch von  Bischof Dr. Bokileale Bokambanza, Präsident  der ECZ aus Kinshasa
           
1984 
KMT in Birnbach
Eine erste Delegationsreise nach Muku mit:   HermannTwittenhoff, Pfarrer;          Karl Rüdele,  Studienrat aus Betzdorf; Astrid Schäfer,  Bankangestellte aus Hamm; Joachim Scheel,  Maschinenbauingenieur,  Niederfischbach und Daidi Mushamalirwa, aus Muku z.Z. Paris/ Studium

1985 
KMT in Weitefeld; Gast dabei: Mwami aus Walungu im Poste MUKU, z.Z. in Belgien lebend.
1985-1988 
Austausch von jeweils zwei  jungen Männern zwischen den Kirchenkreisen .
1985 - 1987  Nach Muku gingen:  Andreas Boy und  Jörg Kaiser
1986 - 1988  Aus Muku kamen: Mukengere Chikara und  Kambale Mavonzo. Sie wohnen in Betzdorf und arbeiteten bei Mercedes- Benz in Siegen. Unterstützung kam dazu von der Karl Duisberg Stiftung.

1986 
KMT in  Kirchen
Muku war Start des Projektes “Gesundes Wasser und Strom".
Günter Malkus aus Bad Ems (ehemals CVJM Mitarbeiter) fährt  für drei Monate
nach  Muku, um die Quelle “Manunga” einzufassen.
1987 -1988 Edgar Kaeufer aus Much, fährt für sechs Monate, teils mit Sohn Edgar
Kaeufer jun., nach Muku.
Baubeginn des Projektes: "Gesundes Wasser und Strom.."
Bau der Stützmauer zum Schutz der Quelle Manunga;  Beginn der Pumpenhäuser und des  Fundaments für den Wasserbehälter.

1987 
KMT in Altenkirchen

1988 
KMT in Hamm
Der Kreis-Missions-Ausschuß,  mit Vertretern aller 16 Gemeinden wird Fachausschuss!
Delegationsreise nach Muku:  Pfarrerin Ursula Köhler (Synodal Assessorin, Birnbach); Pfarrer H. Twittenhoff (Betzdorf); Karin Käufer und Dr. Daudi Muschamalirwa (Dolmetscher), sind dabei.

Oktober 1988  bis März 89:  Architekt Edgar Käufer aus Siegburg arbeitet in Muku 
           
1989
KMT Daaden
Ein Mercedes-Geländewagen mit Anhänger  und ein VW Kastenwagen (DM 1.--)
werden über Hamburg- Mombasa geschickt und kommen gut in Muku an.
Die Verhandlungen mit der  Stromgesellschaft  SEL haben endlich Erfolg.
Neuer Superintendent in Muku wird Rev. Milenge Mwenelwata.
Delegationsbesuch aus Muku: Rev Milenge Mwenelwata; Bisimwa Nkunzi, Pfarrer in Muku, Leiter der Bibelschule; Mushagalusa Namukaya, Lehrer aus Muku und Faida Longhi, Frauenhilfe Goma, kommen in den Kirchenkreis.

1990 
KMT Flammersfeld
Edgar Kaeufer reist zum zweiten Mal nach Muku. Fortführung der Betonarbeiten an den Pumpenhäuser und dem Hochbehälter. Nun müssen noch die Materialien für die Wasser- und Elektroanlagen beschafft werden.

1991 
KMT in Herdorf
Eine heimische Delegation reist nach Muku: Pfarrer Martin Seidler, Hamm/Sieg; Jörg Kaiser, Herdorf z.Z. Student der Theologie; Carola Dierig, Pfarrfrau in Kirchen; Ilme Willberg, Schöneberg, Grundschullehrerin und Christa Hillmer, Altenkirchen, Arzthelferin, sind dabei, ebenso Hanna Kessler, Daaden, Krankenschwester; Pfarrer Peter Zahn, Herdorf und Erwin Schneider, Müschenbach, Elektroingenieur.

1992  KMT in Mehren
Sommer: eine kleine private Reisegruppe fährt nach Muku. Mit dabei: Ilme Willberg, Hans-Wolfram Willberg; Ehepaar Dierig und Brigitte Puderbach.
Neuer Vorsitzender im KMA wird Pfarrer Peter Zahn, Herdorf.

1993 KMT Freusburg     
Im  Februar werden acht Container mit allem Zubehör für das Projekt Manunga nach Muku geschickt (ca. zwei Jahre hat die Vorarbeit mit Bestellung und Zollbefreiungs-Erklärung etc. gedauert. Große Hilfe dabei: Transportunternehmer Wolfgang Hermann.)
Im März fahren Erwin Schneider, Elektro-Ing. aus Müschenbach, und Hans Wolftram Willberg für rund drei Monate nach Muku, um am Projekt Manunga weiterzuarbeiten: Stromzuführung, Überlandleitung, Wasserleitung, Transformator etc, stehen auf dem Programm. Freude: Muku hat nun Strom!!!

Eine Delegation aus Muku kommt in den Kirchenkreis: Balemba Nyagaza, Evangelist in Muku; Lugendo Itabo,  Schullehren aus, Kamituga;            Chikara Mukengere, Muku (Übersetzer); Martha Murhibisi Präsidentin der Frauenhilfe;          Watumishi Namwenge, Frauenarbeit Kitutu; (Fuliro Muganda, Grundschuldirektor Muku) sind dabei!
Erstmals reist eine Delegation aus Muku auch in unseren Partnerkirchenkreis Gransee!

1994  KMT in Betzdorf
Erwin Schneider und Hans-Wolfram Willberg fahren von Februar bis Ostern erneut nach Muku. Das Projekt “Manunga“ ist jetzt fertiggestellt, aber das Wasser läuft nicht.
April: in Ruanda wird der Präsident ermordet; Krieg und Völkermord bricht aus und für die Menschen in Muku und unsere Partnerschaft beginnen sehr schwere Zeiten! Mai: Tutsi Flüchtlinge kommen nach Muku; Juli: Hutu Flüchtlinge kommen nach Muku,  bis Ende des Jahres werden es  2500!
Rev. Milenge, Superintendent aus Muku, bittet eingeladen zu werden.

1995 
In der Februar Sitzung des KMA wird entschieden, dass unter den schwierigen Bedingungen keine Freiwilligen für das Manunga-Projektes nach Muku geschickt werden sollen. In der April Sitzung wird der Beschluss verworfen, H.W.Willberg fährt im Sommer nochmals nach Muku, beendet das Wasserprojekt in Zusammenarbeit mit der einheimischen Bevölkerung und den ruandische Flüchtlingen!
Am 5. August 1995 kann “Wasserfest” in Muku gefeiert werden. Endlich gibt es wirklich gesundes Wasser und Strom für Muku!! Und über 2000 ruandische Flüchtlinge profitieren ebenfalls davon.
Sommer , KMT in Herdorf - zusammen mit dem Herdorfer Gemeindefest
Im November 95 geht Rev. Milenge  nach Kinshasa zu einem weiteren Studium. Das führt zu einem Wechsel in Muku, neuer Superintendent wird Bisimwa Nunzi.

1996 
KMT  in  Schöneberg   zu Besuch dabei eine Delegation aus Muku: Rev. Bisimwa Nkunzi, Superintendent Muku; Makeba Mudusi, Landwirt aus Muku; Kililo Mumona, Schullehrer aus Kamituga  und Chibalonza Kalegwa,  Kreis Frauenhilfe Muku. Auch diese Delegation besucht den Kirchenkreis Gransee.
September : Kriegswirren in Muku, die Banjamulenge vertreiben die ruandischen
Flüchtlinge. Plünderungen, Verwüstungen, Hungersnot.
November:  neue  KMA -Vorsitzende wird Carola Dierig (Kirchen).  Stellvertreter: Pfarrer Peter Zahn(Herdorf).

1997
KM Tag – erstmals in neuer Ausrichtung:
Allen Gemeindepfarrern wird die Möglichkeit geboten, nach  einer gemeinsamen 
Vorlage den Gottesdienst zu gestalten. Am Nachmittag ist in Altenkirchen eine gemeinsame Veranstaltung.
November: Eine kleine Delegation reist nach Muku: Carola Dierig und Pfarrer Winfried Neusel.

1998
für August wird eine Delegationsreise geplant: Pfarrer Rudolf Steege, Superintendent; Pfarrer Peter Zahn, KM-Ausschuss; Ingeborg Bauch, Kreis- Frauenhilfe und Ilse Sonnentag, Jugendreferentin, sollen reisen. Doch erneute Unruhen und Kriegshandlungen im Kongo/ Kiwu machen eine Absage der Reise nötig!

In Birnbach wird erstmals ein” PARTNERSCHAFTS- Sonntag“ - nicht mehr KM-Tag- gefeiert. Thema: „Entwicklung braucht Entschuldung“.

1999
Delegationsbesuch aus Muku  mit Visite im Kirchenkreis Gransee.
Mit dabei: Bisimwa Nkunzi, Superintendent; Nkwanine Kakunyo, die neue Präsidentin der Frauenarbeit. Ihr Lagebericht aus dem Kiwu:  In den größeren Städten (Goma-Bukavu) ist es unter der Rebellenherrschaft relativ ruhig, im Süden der Kirchenkreises (ca. 2/3 des Gebietes) herrschen schlimme Zustände: ständige Überfälle marodierender Truppen machen jedes normale Leben unmöglich, die Verbindungen zu den Gemeinden sind abgebrochen.

2000 
Delegationsbesuch aus Muku mit Besuch im Kirchenkreis Gransee-Templin. Mit dabei: Kambale Mangolopa, Kirchenleitung Goma; Bisimwa Nkunzi, Superintendent Muku; Nkwanine Kakunyo, Vorsitzende der Frauenarbeit Muku und
Milenge Mwenelwata, Kinshasa.
5. November 2000: Wir feiern 20 Jahre Partnerschaft AK-MU!
Gemeinsam mit den Gästen aus dem Kongo wird der Tag in Wissen gefeiert, wo vor genau 20 Jahren die Partnerschaft begründet worden war. Zu Gast aus "frühen Zeiten" sind Karl Rüdele, Günter Malkus, Joachim Scheel, Dr. Daudi Mushamalirwa, Mukengere Chikara, Erwin Schneider, und Hans Wolfram Willberg. Im Rückblick erhält das Wasserprojekt Manunga seine gebührende Anerkennung.

Aktuell stand ab dem Jubiläum das Bibelinstitut in Muku, von dem vier Klassenräume fertig gestellt worden sind, im Vordergrund, ebenso das Verlangen der Frauenarbeit, Milchziegen zu erhalten.

Pfarrer Eckhard Dierig folgt Pfarrer Steege als neuer Superintendent im Kirchenkreis Altenkirchen

2001  
Partnerschafts-Sonntag:  Es gibt keine zentrale Veranstaltung. In allen Gemeinden sollen Informationen über den Kirchenkreis Muku verlesen werden und ein Fürbittengebet gesprochen werden.
November 2001: Fuliro Muganda, Schulleiter aus Muku, ist auf Einladung des Vereins "Helft Kindern Lernen" für sechs Monate zu Besuch bei Ilme Willberg, Schöneberg.
Die Lage im Kirchenkreis Muku: Es gibt viele Flüchtlinge und viele Überfälle mit Plünderungen und auch Vergewaltigungen. Superintendent Bizimwa ist in Muku zweimal überfallen und alles im Haus geplündert worden. Er ist mit seiner Familie nach Bukawu gezogen und steigt täglich nach Muku herauf. Aber auch: der Dienst „Frau und Familie“ hat nach vier  Jahren Pause fast alle Gemeinden und insbesondere die Frauengruppen besucht und ist bis in den Süden nach Kamituga (per Flugzeug) gekommen. In Muku wird seit Oktober 2000 in den neuen Gebäuden des Bibelinstituts unterrichtet: Inhalte: Theologie und Landwirtschaft.

2002
Partnerschafts-Sonntag:  Der Tag wird im Rahmen des Gemeindefestes in Flammersfeld gefeiert. Pfarrer Joachim Dürkoop hält die Predigt, am Nachmittag ist Dr. Molo zu Gast und berichtet aus dem Kivu. Im Kirchenkreis Muku ist ein neuer Superintendent eingesetzt worden, Rev. Bubaka Chubaka-Nkola. Bisimwa ist in eine Pfarrstelle in Goma versetzt worden, seine Frau wird an der UPG  unterrichten.

2003  Seit Anfang des Jahres wieder erneute Unruhen in Kivu mit Überfällen in den Dörfern, Vergewaltigungen vonFrauen, Plünderung und Anzünden der Häuser und Hütten. Im April: Kampfhandlungen ausgehend von Bukavu – sie treffen den Kirchenkreis Muku besonders stark. Von den 24 Gemeinden (es sind in den vergangenen Jahren im Gebiet Shabunda acht Gemeinden dazugekommen) können z.Z. sechs erreicht und versorgt werden.
Delegationsbesuch aus Muku  vom  11.Juni bis 12.Juli mit Besuch des Kirchenkreises Templin Garnsee: Rev. Bubaka Chubaka-Nkola: Superintendent; Cirezi Ndagano: stellvertr. Vorsitzende der Frauenarbeit; Mufumu Barhazigirandi: Beauftragter für Entwicklungsarbeit und Planungsbeauftragter für die landwirtschaftliche Ausbildung an der Bibelschule; Babunga Aksamti: Mitglied des Leitungsgremiums CBCA Goma; Lugendo Itabo: Animateur Leitungsgremiums CBCA Goma; und Ciza Buhendwa: Beauftragter für die Wasserversorgung Manunga.
Partnerschafts-Sonntag:  in Almersbach im Rahmen des Gemeindefestes mit Berichten der Gäste.

30. Dezember 2003: Pfarrer Hermann Twittenhoff stirbt.

2004  Neustrukturierung der Finanzen wegen abzusehender Spendenrückgänge im Kirchenkreis Altenkirchen und wegen unklarer Abrechnungspraktiken der Partner in Muku. Die VEM (Dr. Molo) und die CBCA Goma (Schatzmeister Mirindi) geben Hilfestellung.
Im Kirchenkreis Muku wird ein neuer Superintendent (kommissarisch) eingesetzt:
Ngombera Rugombosa
Partnerschafts-Sonntag:  in Kirchen im Rahmen des ökumenischen Gemeindefestes.
Die Sicherheitslage im Kivu ist weiterhin kritisch, Juni 2004 tobt ein lokaler Krieg in Bukavu.

2005  Partnerschafts-Sonntag:  im Rahmen des Kreskirchentags auf der Bindweide beimTreffen aller Kirchengemeinden. Das Halbrelief „der gute Hirte“ und der Figurenzyklus der Muku Frauen kommt in die Gemeinde Gebhardshain.

2006  Im Sommer sind die ersten freien Wahlen im Kongo, Stichwahl Ende Oktober zwischen Kabila und Bemba. Die geplante Konsultationsreise nach Goma findet nicht statt, die Lage im Osten des Landes bleibt unruhig, zudem sind die Partner mit ihren Bezirkswahlen beschäftigt. Der geplante Besuch von Fuliro Muganda und dem neuen Superintendenten Ngombera über “Helft Kinder Lernen“ fand nicht statt, in Kinshasa wurden die Visa ohne Angabe von Gründen verweigert.    Kein Partnerschafts-Sonntag!

2007  Die Sicherheitslage im Kongo, speziell im Osten des Kivu ist nach wir vor unsicher. Die für Sommer geplante Konsultationsreise wird wieder verschoben. Kein Partnerschafts-Sonntag.

2008  Partnerschafts-Sonntag:  in Mehren eingebunden in das Erntedankfest. Nur wenige Nachrichten von den Partnern von Muku. Es geht um Projekte und Finanzen. Die Sicherheitslage im Kivu relativ ruhig, dennoch unverändert Überfälle und Kriegshandlungen in den entlegeneren Regionen.

Pfarrerin Andrea Aufderheide wird zur Superintendentin im Kirchenkreis Altenkirchen gewählt.

2009   Die Nachrichten aus Muku sind Besorgnis erregend. Seit der Militäraktion kongolesischer und ruandische Armee gegen die Interahamwe ist wieder Krieg: Vergewaltigungen, Brandschatzung und Mord. Viele Flüchtlinge sind im Osten Kongos. Unsere Partner entscheiden sich gerade deshalb , die Generalversammlung im Süden, in Kamituga abzuhalten.

2010: Delegationsbesuch vom 16.08. bis 15.09 2010 mit Superintendnet Ngombera Rugombosa; Altsuperintendent Bisimwa Nkunzi; Pfarrer Byumanine Bisimwa
Leider wurde das Visum für Nabintu Barhazigirandi, als Vertreterin der Frauenarbeit, abgelehnt. Sie konnte – wie etliche jüngere Kongolesen in der rheinischen Partnerschaftsarbeit – nicht nach Deutschland reisen.

Gemeinsame Erarbeitung der Partnerschaftsvereinbarungen.
Zurück in Muku wird Pfarrer Byumanine Bisimwa als neuer Superintendent eingesetzt.

2011: Seit Anfang des Jahres erhalten wir ca. dreimal jährlich das „Bulletin d’Information“ mit neuesten Informationen aus Muku, auch mit Fotos versehen. Berichtet wird von einem Auto,  das dem Superintendenten, bzw. dem Kirchekreis durch Sonderkollekten von allen Gemeinden geschenkt worden ist. Auf einer Fahrt der SFF (Kreisfrauenarbeit) ins Gebiet Mwenga hat der Wagen eine Panne und brennt total aus! Menschen kommen zum Glück nicht zu Schaden.
Immer wieder Unruhen und kriegerische Handlungen in der Kivu Region, von bestialischen Vergewaltigungen wird berichtet. Die Weltpolitik wird endlich aufmerksam und verdächtigt Ruanda der Kriegstreiberei. Rebellengruppe M23 im Kongo / Kivu.

2012: Die für Sommer angedachte Delegationsreise nach Muku wird abgesagt.
Nach der Herbstsynode Änderung im KM-Ausschuss. Umbenennung in:
Fachausschuss für Ökumene, Eine-Welt und Partnerschaftsarbeit.
Vorsitz: Pfarrer Peter Zahn, stellvertr. Vorsitz: Carola Dierig

2013: Pfarrer Achim Dührkoop reist in den Kivu mit Michèl  vom 28. Juli bis 17. August! Im gleichen Jahr fährt Michel (der Musiker) mit einer Touristengruppe aus Köln und Umgebung nach Goma und Muku, macht Musik, die alle begeistert.
Bei der Kreissynode in Betzdorf erfahren die Menschen im Kirchenkreis Altenkirchen viele Neuigkeiten aus dem Partnerkirchenkreis, die Pfarrer Dührkoop mitgebracht hat. Ebenso gibt es Bilder und Einblicke in die verschiedensten (Arbeits-) Bereiche aus Muku/Goma.

2014: Partnerschaftssonntag in Herdorf: schöner Gottesdienst mit Gospel-Gesang. Gemeinsam angeboten von  Michel und Kreiskantor Alexander Kuhlo; der Besucherstrom hätte größer sein dürfen!

2015: Muku  stellt ein Angebot zur Renovierung von Manunga vor: ausgearbeitet von Ingenieuren vor Ort. Im September 2015:  Konsultation der CBCA und deren Partnerkichen in Goma. Aus unserem Kirchenkreis reisen Brigitte Busch (Frauenarbeit) und Pfarrerin Almuth Germann mit einer Delegation (VEM/Herne) und besuchen an vielen Tagen die Gemeinden/Kirchenkreis und Frauenarbeit in Muku.

2016: Neuer Superintendent im Kirchenkreis Muku Rev. Muhindo Mutarushwa Sylivan - Einführung ins Amt am 3.04.2016

5. – 25. Mai Delegationsbesuch aus:  Konsultation der CBCA und deren Partnerkichen Muku
  mit Superintendent Muhindo Mutarushwa Sylivan,

Frau Nshobole Birhange Esther, Vorsitzende der Frauenarbeit,

Frau Bisobekwa Bishoshi Opportune, Frauenarbeit,

Herr Mufumu Barhazigirandi Augustin, Zuständig für Entwicklungsarbeit und

Herr Kulimushi Namukaya Bingwa, Schulleiter

In die Zeit fällt die Konsultation der VEM - Partnerkichen der Rheinischen Kirchen mit der CBCA in Wuppertal. Zu Pfingsten wird unter dem Titel: „Weite wirkt“ ein Festprogramm in Mühlheim an der Ruhr durchgeführt. Der Kirchenkreis Altenkirchen bietet neben den Besuchen in den verschiedenen Gemeinden eine Tagung in der Landjugendakademie über Landwirtschaft und Handel im Kongo und Deutschland. Muku zeigt Pläne und Bilder der im Bau  befindlichen großen Markthalle in Mugogo.

 

zusammengestellt von Christa Hillmer, Altenkirchen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Monatliche Infos aus dem Partnerkirchenkreis MUKU

Unsere Partner aus Muku haben kürzlich ein Redaktionsteam eingesetzt, das einen Rundbrief erstellt. Diesen Rundbrief erhalten auch wir und Sie können – wenn sich jeweils ein freundlicher Mensch findet, der ihn übersetzt – ihn auf diesen Seiten nachlesen. Weiter…

 

In der Herbstausgabe 2010 des DURCHBLICKs, unserer Mitarbeiterzeitung des Kirchenkreises Altenkirchen war das Schwerpunktthema der Partnerschaft mit Muku gewidmet.

Nachfolgend finden Sie diese Artikel:

- Frauen im krisen-geschüttelten Kongo helfen

- Große Freude über einen Besuch aus Muku

- Byumanine Bisimwa leitet kommissarisch den Kirchenkreis Muku

- Traumabehandlungen

- Interview mit der Vorsitzenden des Kreismissionsausschusses Carola Dierig

- Projektförderung

- Nähmaschinen immer noch im Einsatz

- Elektrische Versorgung muss ausgebaut werden

- "Kartoffelkredite"

- Hutu-Milizen verwüsten Dörfer

 

Partnerschaftsvertrag auf dem Weg nach Muku

Superintendentin Anderea Aufderheide unterschreibt Partnerschaftsvertrag

Schon seit einiger Zeit arbeitet man in den beiden freundschaftlich miteinander verbundenen Kirchenkreisen Muku/Demokratische Republik Kongo und dem Evangelischen Kirchenkreis Altenkirchen an einer Verschriftlichung des beiderseitigen Partnerschaftsvertrags.
Ursprünglich sollte im Vorjahr eine Reise einer Delegation aus dem Kirchenkreis Altenkirchen nach Muku stattfinden und dort wollte man die Verträge gemeinsam unterzeichnen. Inmitten der Reisevorbereitungen entwickelte sich aber die politische Situation im Bereich Bukavu so kritisch, dass man von der Reise absehen musste. Zuletzt 1997 war eine Delegation aus dem Kirchenkreis Altenkirchen in der „poste Muku“ unterwegs, danach haben immer wieder kriegerische Auseinandersetzungen und Unruhen in dieser Region nahe des Kivu-Sees einen Delegationsbesuch verhindert.

Wegen der Reise-Verhinderungen im Vorjahr  blieben auch die Urkunden zunächst hier vor Ort. Superintendentin Andrea Aufderheide traf sich nun mit ihrer KSV-Kollegin Brigitte Busch (Herdorf) und Pfarrer Peter Zahn (Herdorf), Vorsitzender des kreiskirchlichen Ausschusses für „Ökumene, Eine-Welt und Partnerschaftsarbeit“, und unterzeichnete den Vertrag, der nun „per Kurier“ auf die Reise gehen soll.
Pfarrer Joachim Dührkoop vom „Gemeindedienst für Mission und Ökumene
(GMÖ) in der Region Mittelrhein / Lahn, zu dessen Arbeitsbereich auch der Kirchenkreis Altenkirchen gehört, wird im Sommer 2013 für einige Zeit im Kongo und (geplant) auch im Bereich Muku unterwegs sein und dort mit den Partnern aus Altenkirchen zusammentreffen. Dabei sollen dann auch die Verträge von dem dortigen Superintendent und der Partnerschafts-Aktiven unterschrieben werden.

Seit mehr als 30 Jahren besteht eine Partnerschaft des Kirchenkreises Altenkirchen mit dem Kirchenkreis Muku/Kongo.
 2010 – glücklicherweise genau über den Kreiskirchentag im Sommer – war erstmals seit 2003 wieder eine Delegation aus dem Kirchenkreis Muku in unserer Region. Bei diesem mehrwöchigen             Besuch und vor allem beim Kreiskirchentag, hatte die Muku-Delegation viel Gelegenheit mit den vielen an der Partnerschaft Interessierten aus den Gemeinden ins Gespräch zu kommen. Nach 2010 konnten dann die Beziehungen inhaltlich nur noch per Brief und auf elektronischem Wege gepflegt werden.
Gespannt warten nun nicht nur die Mitglieder des Ausschusses für „Ökumene, Eine-Welt und Partnerschaftsarbeit“ auf die Reiseberichte von Pfarrer Dührkopp.
Nach dessen Besuch soll auch erörtert werden, ob es – es gibt derzeit wieder  aktuelle Nachrichten aus dem Kivu-Bereich, die von Unruhen mit Toten und Verletzten berichten – in naher Zukunft wieder Delegationsbesuche aus oder nach Afrika geben wird. PES.